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Kritik an Doppelmoral und Standesdünkel

Papst Franziskus tadelt Titelsucht bei Amtsträgern

Papst Franziskus bedauert Menschen, die stark von Eitelkeit geprägt sind. Christen dürften nicht nach Ehrentiteln, Amts- oder Vorrangstellungen streben, sagte er.

Papst Franziskus hat Doppelmoral auch bei Kirchenführern beklagt. Ein „häufiger Defekt“ bei staatlichen wie auch kirchlichen Amtsträgern sei, an andere Forderungen zu stellen, die man selbst nicht erfülle, sagte der Papst beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Die Stärke der Autorität liege vor allem im guten Beispiel. Schlecht ausgeübte Amtsgewalt werde hingegen bevormundend, lasse die Menschen nicht wachsen und erzeuge Misstrauen, Feindseligkeit und Korruption. 

Die Versuchung zu Standesdünkel und Titelsucht sei „nicht immer leicht zu überwinden“, sagte der Papst. Er bedauere Menschen, die ihr Leben damit zubrächten, „hinter der Eitelkeit der Ehrungen herzulaufen“. Christen dürften nicht nach Ehrentiteln, Amts- oder Vorrangstellungen streben. „Bescheidenheit ist wesentlich für ein Leben gemäß der Lehre Jesu“, der nicht gekommen sei, um sich bedienen zu lassen, sagte Franziskus.

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