VATIKAN

Warum Papst Franziskus einer rebellischen Ordensfrau Geld vererbte

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Die katalanische Dominikanerin Lucía Caram machte durch Äußerungen zur Jungfräulichkeit Mariens von sich reden. Wofür die Mittel verwendet werden. 

Von KNA, ber

Papst Franziskus hat in seinem Testament Mittel für den Kauf von Krankenwagen in der Ukraine vorgesehen. Das berichtete die Dominikanerin Lucía Caram in einer spanischen Radiosendung. Die päpstliche Zuwendung sei ausdrücklich für die medizinische Versorgung im Kriegsgebiet bestimmt, sagte sie, wie das spanischsprachige Onlinemagazin „Religión Digital“ am Dienstag berichtet.

Caram, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 immer wieder in die Ukraine reist und dort humanitäre Projekte unterstützt, zeigte sich tief bewegt von der Geste des im April 2025 verstorbenen Papstes. Franziskus habe ihr mehrfach Unterstützung zugesichert, sagte sie; „aber ich hätte nie erwartet, dass sie in dieser Form kommen würde“.

Umstrittene Äußerungen

Die in Argentinien geborene Ordensfrau lebt seit rund 30 Jahren in Spanien. Durch ihr soziales Engagement wurde sie landesweit bekannt. Aufsehen erregte Caram 2017 in der spanischen Fernsehsendung „Chester in Love“ mit Aussagen zur Jungfräulichkeit Mariens. Die Gottesmutter und Josef seien ein „normales Paar“ gewesen. „Und Sex zu haben ist eine normale Sache“, so die Ordensfrau. Eine Onlinepetition forderte deshalb Carams Suspendierung, sie erhielt sogar Morddrohungen.

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