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Oppositionsführerin bat Franziskus um Unterstützung

Papst kontaktiert Lukaschenko – Sorge über die Lage in Belarus

  • Papst Franziskus hat dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko durch einen Sondergesandten seine Besorgnis über die aktuelle Lage in dem Land mitgeteilt.
  • Anfang Dezember hatte die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja den Papst um Unterstützung gebeten.
  • Papst Franziskus hatte sich im August hinter die Proteste der Demokratiebewegung gegen Lukaschenko gestellt.
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Papst Franziskus hat dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko durch einen Sondergesandten seine Besorgnis über die aktuelle Lage in dem Land mitgeteilt. Nach Angaben des päpstlichen Presseamts traf der Vatikandiplomat Erzbischof Claudio Gugerotti am Donnerstag mit dem Machthaber in Minsk zusammen.

Gugerotti, päpstlicher Nuntius in Großbritannien, war von 2011 bis 2015 Botschafter des Heiligen Stuhls in Belarus. Auf dem Botschafterposten in Minsk sitzt seit September der Kroate Ante Jozic.

Papst für Dialog und Gewaltverzicht

Anfang Dezember hatte die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja den Papst um Unterstützung gebeten. „Im Namen des belarussischen Volkes bitten wir Sie um Ihre heiligen Gebete und Ihr echtes Wort der Wahrheit und Gerechtigkeit, das für uns alle ein Segen sein wird“, schrieb die 38 Jahre alte Politikerin aus ihrem Exil in Litauen an Franziskus.

Papst Franziskus hatte sich im August hinter die Proteste der Demokratiebewegung gegen Lukaschenko gestellt. Gerechtigkeit und Recht müssten respektiert werden, sagte er bei einem Mittagsgebet am 16. August auf dem Petersplatz. Er rief zu Dialog und Gewaltverzicht auf. Die katholische Kirche in Belarus beklagte in den vergangenen Wochen Repressionen gegen Geistliche.

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