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Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hält sich derzeit in Spanien auf. Wie er die Chancen auf einen Besuch des Kirchenoberhaupts einschätzt.
Der parteilose Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat einen Papstbesuch in Deutschland bis Frühjahr 2029 ins Gespräch gebracht. „Es gibt Überlegungen, aber das ist vor allem eine Sache der Kirche. Wir hoffen, dass er in dieser Legislaturperiode nach Deutschland kommt“, sagte Weimer gegenüber domradio.de.
Der Staatsminister verfolgt derzeit in Spanien den dortigen Besuch von Leo XIV. Über einen Deutschlandbesuch des Papstes würde er sich sehr freuen, sagte Weimer. „Der Papst ist bei uns herzlich willkommen. Man sieht hier in Spanien, was so eine Reise auch an innerer Debatte auslöst – im positiven Sinn. Insofern würde ich alle Bemühungen unterstützen, den Papst nach Deutschland einzuladen.“
Papst Leo bezeichnete Weimer als pastorale und theologische Gestalt, die über der Politik stehe. In vielen Gegenden der Welt nehme die Religiosität tendenziell zu. „Es ist aber die Frage, in welche Formen der Religiosität das führt: in die großen Gefäße der alten Religionen, in die Gefäße der Institution Kirche oder in neue Gefäße? Das ist aus meiner Sicht ein offener Prozess.“
Papst lernt Deutsch
Für einen möglichen Deutschlandbesuch lernt Papst Leo XIV. zumindest schon einmal die Sprache. „Ich lerne spät in der Nacht Deutsch, tagsüber habe ich praktisch keine Zeit dafür“, sagte er am Samstag beim Flug nach Madrid der Katholischen Nachrichten-Agentur. Die Frage, ob er eine Reise nach Deutschland plane, bejahte er, schränkte aber ein, die Vorbereitungen hätten keinen konkreten Zeitplan.
Bei verschiedenen Anlässen hatte der Papst öffentlich Deutsch gesprochen. Am Freitag entschuldigte er sich bei einem Empfang deutscher Verbindungsstudenten für sein verspätetes Erscheinen mit einem Hinweis auf die deutsche Pünktlichkeit und fügte auf Deutsch hinzu: „Ich bin ein Ausländer!“