LEHRSCHREIBEN

Bericht: Das wird Thema der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV.

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Noch ist unklar, wann der neue Papst seine erste Enzyklika vorlegt. Oft gut informierte Beobachter spekulieren nun über Titel und Thema.

Von KNA

Vatikanbeobachter spekulieren über Name und Inhalt der beiden ersten Lehrschreiben von Papst Leo XIV. Allgemein erwartet wird, dass die erste Enzyklika die Herausforderungen der Menschheit durch Künstliche Intelligenz (KI) zum Thema hat. Das oft gut informierte Portal „Silere non possum“ meldet, der lateinische Titel des Schreibens werde „Magnifica humanitas“ („Die großartige Menschheit“) lauten.

Enzykliken sind weltweit verbreitete Lehrschreiben des Papstes, die meist Grundsatzfragen theologischer, philosophischer oder gesellschaftlicher Natur behandeln. Ihr Name leitet sich aus den ersten Worten des Textes ab.

Das mögliche Thema

Leo XIV. hat sich seit seiner Wahl wiederholt zur rasanten Entwicklung von KI geäußert und eindringlich vor Gefahren dieser technologischen Entwicklung gewarnt. Laut „Silere non possum“ könnte die erste Enzyklika Leos XIV. zum Mega-Thema KI ähnliche Bedeutung haben wie die Enzyklika „Rerum novarum“ von Leo XIII. von 1891. In ihr hatte sich erstmals ein Papst mit den Folgen der Industrialisierung auseinandergesetzt und damit die katholische Soziallehre begründet.

Weiter berichtet das Portal, Leo plane noch vor der Enzyklika die Veröffentlichung eines Schreibens zum Thema Armut. Das werde allerdings eine „Apostolische Exhortation“ mit geringerem Verbindlichkeitsanspruch sein. Sie widme sich der Bedeutung der Armen für Verkündigung und Seelsorge der Kirche. Das Schreiben werde auf den 4. Oktober, den Tag des heiligen Franz von Assisi, datiert sein.

Vorab ein weiteres Schreiben?

In dem Text werden laut dem Portal viele Ideen aufgenommen, die vom inzwischen emeritierten italienischen Erzbischof Vincenzo Paglia (80) stammen. Er steht der Gemeinschaft Sant'Egidio nahe und leitete unter Franziskus von 2016 bis 2025 die Päpstliche Akademie für das Leben. Laut „Silere non possum“ haben die vatikanische Glaubensbehörde und das Staatssekretariat im Auftrag von Papst Leo den Text geprüft und überarbeitet.

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