CASTEL GANDOLFO

Papst Leo XIV. isst mit Bedürftigen – Essen aus seinem Lieblingsrestaurant

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Der Papst empfing 200 Menschen. Was es zu essen gab – und welche italienischen Gerichte Leo XIV. selbst gern isst.

Von KNA

Leo XIV. hat am Samstag, 11. Juli, rund 200 Bedürftige zum Mittagessen in seine Sommerresidenz eingeladen. Gekocht wurde von einem seiner römischen Lieblingsrestaurants, "L'Isola della Pizza".

Dort aß Leo vor seiner Zeit als Papst gern Artischocken, Pasta Carbonara und Pizza Diavola. In den päpstlichen Gärten von Castel Gandolfo tischten die Gastronomen Pasta Amatriciana, Kalbsbraten und Erdbeeren mit Sahne auf.

Der "Hunger" des Papstes

"Ich bin ohne Rede gekommen, aber mit Hunger", sagte der Papst zur Begrüßung. Er habe einen Hunger nach Gerechtigkeit und echter Nächstenliebe; einen Hunger nach einer Kirche, die es wirklich verstehe, ihre Türen zu öffnen und alle aufzunehmen.

Die 200 bedürftigen Menschen, darunter Alleinerziehende und Migranten, stammen aus dem Bistum Rom. Vor dem Essen feierten sie eine Messe, anschließend stand eine Führung durch das Projekt "Borgo Laudato Si'" auf dem Programm.

Bildungszentrum in Castel Gandolfo

Das ökologische Sozialprojekt ist Mitorganisator des Events. Es geht zurück auf die gleichnamige Enzyklika von Papst Franziskus, in der er für einen besseren Umgang mit der Natur und menschliches Miteinander warb. Der Borgo soll das Umwelt- und Sozialschreiben nach seinem Wunsch in die Praxis umsetzen.

In den Gärten der päpstlichen Sommerresidenz werden Kurse zur Umweltbildung angeboten und benachteiligte Menschen auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Finanziert wird das Projekt mit Unterstützung von Partnerunternehmen und dem Verkauf eigener Produkte wie Olivenöl. 2028 soll der erste eigene Wein zum Verkauf stehen.

Essen mit Bedürftigen jährlich in der Sommerresidenz

Das gemeinsame Essen fand bereits zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr hatte Leo XIV. rund 100 Bedürftige aus dem Bistum Albano empfangen. Im nächsten Jahr ist eine andere Diözese an der Reihe.

Das Kirchenoberhaupt verbringt derzeit einen dreiwöchigen Sommeraufenthalt in Castel Gandolfo. Offizielle Termine sind währenddessen ausgesetzt. Da der Papst aber keinen Stellvertreter hat, dürfte er auch arbeiten, Gespräche führen und an Dokumenten schreiben.

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