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Papst Leo XIV. hat entschieden, wer sein früheres Leitungsamt übernimmt. Das ist nicht zuletzt für das Bistum Münster von Bedeutung.
Papst Leo XIV. hat erstmals eine wichtige Personalentscheidung im Vatikan getroffen. Zum neuen Präfekten der Vatikanbehörde für die Bischöfe ernannte er den italienischen Erzbischof Filippo Iannone (67), teilt das vatikanische Presseamt mit.
Der erfahrene Kirchenrechtler und Priester aus dem Orden der Karmeliter leitete bislang das für die Auslegung kirchlicher Gesetzestexte zuständige Dikasterium. Als Datum für den Amtsantritt bestimmte der Papst den 15. Oktober.
Bischofs-Suche auch für Münster
Als Leiter des Bischofsdikasteriums ist Iannone für die Ernennung neuer Bischöfe in zahlreichen Ländern der Erde zuständig, nicht aber in Afrika und Asien. Auch disziplinarrechtliche Fragen, die Bischöfe betreffen, fallen in Iannones neues Aufgabengebiet. Bis zu seiner Wahl als Papst hatte der damalige Kardinal Robert Francis Prevost die Bischofsbehörde geleitet.
Die Bischofsbehörde ist auch in die Suche neuer Bischöfe für Bistümer in Deutschland involviert, etwa für das Bistum Münster. Der frühere münstersche Bischof Felix Genn gehört der Behörde selbst an.