ITALIEN

Papst besucht Grab des heiligen Augustinus – Leo XIV. ist selbst Augustiner

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Der Augustinerorden, dem Leo XIV. angehört, beruft sich auf Augustinus. Was der Papst in der Basilika mit dessen Reliquien sagte.

Von KNA, jjo

Leo XIV. hat am Samstag das Grab des heiligen Augustinus im norditalienischen Pavia besucht. Der Papst, seit rund 50 Jahren Mitglied des Augustinerordens, erinnerte die Menschen vor der Basilika an die Botschaft der Nächstenliebe von Augustinus und Jesus: "Mögen wir alle wahrhaftig dieses Zeichen der Liebe und Nächstenliebe in der Welt leben. Mögen wir lernen, Vergebung, Versöhnung und Frieden zu leben!"

In seiner Predigt im Wortgottesdienst in der Basilika ermutigte Leo XIV., sich Herausforderungen zu stellen, ohne sich von Schwierigkeiten der Glaubensweitergabe in einem säkularisierten Umfeld entmutigen zu lassen. Um nicht in eine "pessimistische Haltung zu verfallen, die unfähig ist, neues Leben hervorzubringen", gelte es, mit Christus verbunden zu bleiben und sich nicht mit Nebensächlichkeiten zu verzetteln.

Papst: Das ist die Aufgabe der Christen

"Ich empfehle dies vor allem den Priestern, die mitunter unter innerer Zerrissenheit und Erschöpfung durch ihre vielfältigen Aufgaben leiden: Kehrt stets zur Mitte zurück, vereint alles in der Beziehung zum Herrn und entdeckt in ihm die Freude der priesterlichen Gemeinschaft und der gemeinsamen Seelsorge mit den Laien", appellierte der Papst.

In einer Zeit, in der viele Menschen den Sinn für das Geistliche verloren zu haben schienen oder den Glauben nicht mehr als Anziehungspunkt empfänden, seien Christen in erster Linie zur Verkündigung der Botschaft berufen, sagte Leo. Die "freudige und befreiende Botschaft" Jesu bringe "die Schönheit des Glaubens für unser Leben und für unsere Gesellschaft zum Vorschein".

Papst war Augustiner-Prior

Eine lebendige Kirche beherrsche die Kunst des Zuhörens und Begleitens und pflege Beziehungen zur Gesellschaft und zu jenen, die sich auf den Empfang der Sakramente vorbereiten, die neu im Glauben sind oder ihm fernstehen, sagte Leo XIV. In dem Zusammenhang hob er die Bedeutung der Hochschulseelsorge und des Dialogs mit der Kultur in der 70.000-Einwohner-Stadt Pavia hervor.

Leo XIV. betete vor den sterblichen Überresten des Kirchenvaters Augustinus, die seit rund 1.300 Jahren in der kleinen Basilika aufbewahrt werden. Der heutige Papst war als Robert Francis Prevost von 2001 bis 2013 Prior des weltweiten Augustinerordens, der nach der Ordensregel des Augustinus lebt.

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