VATIKAN

Papst Leo XIV. ruft – und die Prominenten kommen

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Das Kirchenoberhaupt empfing zahlreichende Filmschaffende. Wer dabei war und was er ihnen sagte. 

Von KNA

Papst Leo XIV. hat am Samstag zahlreiche Filmschaffende aus mehreren Ländern empfangen und mit vielen von ihnen kurz gesprochen. Unter den ersten, die dem Papst die Hand schüttelten, waren die in Australien geborene US-Schauspielerin Cate Blanchett und die Italienerin Monica Bellucci. US-Kinostar Spike Lee überreichte dem Papst ein Basketball-Shirt mit der Aufschrift „Pope Leo 14“.

In seiner Ansprache würdigte der Papst die Filmkultur. Spielfilme könnten „die Größe und die Zerbrechlichkeit des Lebens erzählen und die Sehnsucht nach dem Unendlichen interpretieren“, sagte Leo XIV. Das Kino sei in der Lage, zu allen Menschen zu sprechen. Anders als auf den ständig eingeschalteten digitalen Bildschirmen mit ihrem ununterbrochenen Informationsfluss träfen im Kino Sehnsüchte, Erinnerungen und Fragen aufeinander.

Aufruf gegen die Kinokrise

Unter dem Beifall der Anwesenden sprach der Papst auch die gegenwärtige Krise des Kinofilms an. Die Kinosäle erlebten eine „besorgniserregende Erosion“ und entfernten sich aus den Städten und Wohngebieten. Manche sagten, dass die Kino-Erfahrung insgesamt bedroht sei. Deshalb, so der Papst, rufe er die Institutionen auf, dem nicht tatenlos zuzusehen und sich für den Erhalt des sozialen und kulturellen Werts des Kinos und des Films einzusetzen.

Weiter sagte Leo: „Die Logik des Algorithmus neigt dazu, das zu wiederholen, was funktioniert. Aber die Kunst öffnet für das, was möglich ist. Nicht alles muss immer unmittelbar und vorhersehbar sein. Verteidigt die Langsamkeit, wo sie angebracht ist, das Schweigen, wo es spricht, und die Verschiedenheit, wenn sie provoziert!“

Leo XIV. hat in den vergangenen Wochen wiederholt seine Nähe zur Kinofilm-Kultur betont und prominente Filmschaffende empfangen. Der Vatikan veröffentlichte am Montag unter dem Titel „Leo from Chicago“ einen Dokumentarfilm über die ersten Jahrzehnte seines Lebens, die er überwiegend in Chicago verbrachte. In einer Aufnahme ist der spätere Papst mit schwarzem Hut und dunkler Sonnenbrille als Nachahmer eines der beiden Hauptdarsteller in dem 1980 gedrehten Kultfilm „Blues Brothers“ zu sehen.

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