SPANIEN-REISE

Papst Leo XIV. an Jugendliche in Barcelona: Lasst euch nicht entmutigen!

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Leo feierte eine Gebetsvigil im Olympiastadion. Zudem wurde bekannt, dass er bereits am Montag einen Pop-Weltstar getroffen hatte.

Von KNA, jjo

Leo XIV. hat Jugendliche ermuntert, sich nicht von Depressionen, eigenem Versagen, Ängsten und Gefühlen der Sinnlosigkeit entmutigen zu lassen. Bei einer Gebetsvigil mit rund 40.000 Jugendlichen im Olympiastadion von Barcelona sagte er am Dienstagabend: "Wir betteln um Liebe, hungern und dürsten nach Wahrheit, suchen einen Sinn, der uns Halt gibt, uns Mut macht und uns hilft, das Geheimnis unseres Lebens zu verstehen."

Angesichts eigener Unzulänglichkeiten und bei mangelndem Glauben sollten sie die Wirklichkeit um sich herum ohne Vorurteile wahrnehmen und fragen: “Zu welchen Änderungen sind wir aufgefordert, wo müssen wir uns selbst erneuern und welche Gesellschaft wollen wir aufbauen?” Der Papst ermunterte die jungen Menschen, "die Wahrheit zu suchen, die uns zum Wohl aller führt, damit dieses Land gastfreundlich ist für alle, und ein Land, in dem jeder Mensch in seiner persönlichen Würde respektiert und für das geliebt wird, was er ist". 

Papst kritisiert Gewalt in Familien und Femizide

Zuvor hatten dem Papst junge Menschen in teils sehr emotionalen Worten von Depressionen, Trennungen und Gewalterfahrungen in Familien berichtet. In ausführlichen Antworten ging Leo XIV. auf ihre Fragen ein und ermutigte sie, nicht aufzugeben und auch für Verzeihung und Versöhnung offen zu sein.

Ausdrücklich kritisierte Leo XIV. Gewalt in Familien. "Viele Polizeiberichte spiegeln auch heute noch ein vergiftetes Klima in familiären Beziehungen wider, das geprägt ist von Missbrauch und Unterdrückung, insbesondere von Gewalt gegen Frauen, die leider oft auch in Femiziden endet", so der Papst. Der Einzelne wie auch die Gesellschaft sei gefordert, diese "dramatische Realität" in all ihren Dimensionen anzugehen.

Leo XIV. trifft Bad Bunny

Man dürfe Gott nicht die eigene Verantwortung zuschreiben. "Wir dürfen uns nicht vorstellen, dass Gott von oben automatisch auf unsere Bedürfnisse reagiert oder auf wundersame Weise verhindert, dass das Böse geschieht", gab Leo XIV. zu bedenken. Gott habe den Menschen mit Verstand und Willen, einem Gewissen, mit Würde und Freiheit ausgestattet. Dies sollten sie nutzen, um in der Gesellschaft Gerechtigkeit, Frieden und Geschwisterlichkeit zu schaffen.

Derweil wurde bekannt, dass der Papst am Montagabend Popsänger Bad Bunny in Madrid getroffen hatte. Leo habe den puertoricanischen Rapper und seine Familie im Bernabéu-Stadion kurz begrüßt, bestätigte der Vatikan spanische Medienberichte. Fotos oder Filmaufnahmen der Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit gebe es nicht.

Begegnung in Madrid

Bad Bunny gibt in diesen Tagen mehrere Konzerte im Fußballstadion von Atletico Madrid. Laut spanischen Medienberichten hatte die Agentur des Sängers zuvor Spaniens Bischofskonferenz kontaktiert, um ein Treffen zu vereinbaren.

Bad Bunny (32), ursprünglich Benito Antonio Martínez Ocasio, ist ein aus Puerto Rico stammender US-amerikanischer Latin-Rap- und Reggaeton-Sänger. Er gehört aktuell zu den kommerziell erfolgreichsten Musikstars der Welt. Bei einem Auftritt in der Halbzeit-Show des US-Super Bowls 2026 hatte er gesagt: “Das einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe.”

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