DEUTSCHLAND

Leo XIV.: Deutsche Kirchen müssen sich Rechtsextremen entgegenstellen

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Der Papst sprach über den Umgang mit Wählern rechtsgerichteter Parteien, über Gegenstrategien – und die Zukunft der Kirche in Deutschland.

Von KNA, jjo

Leo XIV. sieht den Aufstieg rechter Parteien in Deutschland als Herausforderung für die christlichen Kirchen. Wie die katholischen und protestantischen Bischöfe sei er der Meinung, dass die in manchen rechten Gruppen anzutreffende Verbindung mit bestimmten religiösen Ideen kein authentisches Christentum sei, so der Papst auf dem Rückflug seiner Frankreich-Reise am Montagabend, 28. September.

Dem müssten die Kirchen die wahren Werte des Evangeliums entgegensetzen und für die Grundsätze ihrer Soziallehre werben. Dabei gehe es nicht um Hass und Spaltung, sondern um Verständnis, Mitgefühl und Begleitung.

Papst über den Umgang mit Rechts-Wählern

Zugleich sprach sich Leo XIV. dafür aus, Menschen mit politisch rechtsgerichteten Überzeugungen nicht aufzugeben: "Ich hoffe zutiefst, dass es der Kirche gelingt, mit jener Mehrheit von Menschen guten Willens in Kontakt zu kommen, die verstehen, dass es wichtig ist, wenn sie sich mit ihren Entscheidungen für das Gemeinwohl und nicht für extremistische Ideen einsetzen, die Gefahren mit sich bringen, die wir noch gar nicht absehen können."

Den Kirchen in Deutschland traut der Papst eine positive Entwicklung zu. Er teile nicht die Sicht, dass die Kirche in Deutschland auf dem Weg des Absterbens sei. Er verwies auf die Kirche in Frankreich, die viele bereits abgeschrieben hätten, die sich aber bei seinem Besuch ganz anders gezeigt habe.

Leo XIV.: Optimistischer Blick auf deutsche Katholiken

Leo XIV. zeigte sich überzeugt, dass es in Deutschland "sehr viele Menschen gebe, die ihren christlichen Glauben leben und feiern wollen". Dafür müsse die Kirche den richtigen missionarischen Geist finden. Er sei optimistisch, obwohl er die vorhandenen Probleme erkenne.

Es gebe eine Krise, die nicht nur die katholische Kirche, sondern auch die protestantischen Kirchen hart getroffen habe. Sie treffe auch die Gesellschaft in Deutschland insgesamt. Der Papst betonte, er wolle mit dem Leitungspersonal der Kirche in Deutschland gemeinsam Wege suchen, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Einen Termin für eine Deutschlandreise gebe es noch nicht. Außer dem Weltjugendtag in Korea gebe es für 2027 noch keine festen Termine in seinem Reisekalender.

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