VATIKAN UND WELTKIRCHE

Papst: Ordensleute sind dazu berufen, „Experten für Synodalität“ zu werden

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Leo XIV. selbst ist Augustiner. Welche Rolle er den Gemeinschaften in einer Videobotschaft an die „Leadership Conference of Women Religious“ zuwies.

Von KNA

Papst Leo XIV. hat Ordensleute in Amerika dazu aufgerufen, sich mit neuer Kraft um geistliche Berufungen und junge Menschen zu kümmern. „Heute gibt es trotz der zunehmenden Säkularisierung in der Welt zugleich einen wachsenden Hunger nach Gott“, sagt er in einer vom Vatikan veröffentlichten Videobotschaft zur 70-Jahr-Feier der US-amerikanischen „Leadership Conference of Women Religious“ (LCWR) in Orlando.

Als Beispiel erinnert der Papst laut „Vatican News“ an seinen Spanien-Besuch im Juni. Dort habe er erlebt, dass „viele junge Menschen und Erwachsene den christlichen Glauben neu entdecken, manchmal nachdem sie sich eine Zeit lang von Gott entfernt hatten“. Diese Offenheit gelte es aufzugreifen, gerade auch im Kontakt mit jungen Menschen.

Treffen für Nord- und Südamerika

Zum 70. Gründungsjubiläum hat die LCWR ihre jährliche Ordensoberinnen-Versammlung zu einer größeren Zusammenkunft von Ordensfrauen und auch Ordensmännern aus den USA, Kanada und Lateinamerika erweitert. „Die Kirche braucht euch und die ganze Vielfalt und den Reichtum der Formen des geweihten Lebens und des Dienstes, die ihr repräsentiert“, wendet sich der Papst in seiner Botschaft an die Versammelten.

Durch ihre „Vitalität und das Zeugnis eines auf Jesus ausgerichteten Lebens“ könnten Ordensleute dazu beitragen, „die Welt aufzuwecken“. Zugleich könnten sie der „Globalisierung der Gleichgültigkeit und der Ohnmacht“ mit der Liebe und Barmherzigkeit Christi begegnen.

„Experten für Synodalität werden“ 

Ihre Gemeinschaften sollten die Ordensleute als Orte gelebter Synodalität verstehen, rief Leo XIV. auf. „Gerade Menschen im Ordensleben sind dazu berufen, Experten für Synodalität zu werden.“ Das gemeinschaftliche Leben ermögliche es, Zuhören, Austausch und gemeinsame Unterscheidung konkret einzuüben. Zugleich verweist das Kirchenoberhaupt auf die Strukturen der Ordensgemeinschaften selbst, die auf gemeinsamer Verantwortung und einem gemeinsamen Auftrag beruhten.

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