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Zehntausende beten mit Papst Leo XIV. um Frieden - erneut Kritik von Trump

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Das Kirchenoberhaupt erneuerte im Vatikan seinen Appell für Frieden und Gerechtigkeit. Kurz danach hagelte es Kritik von Donald Trump.

Von KNA

Vor dem Hintergrund anhaltender Kriege in Osteuropa und im Nahen Osten sowie wachsender Kriegsgefahren in anderen Teilen der Welt hat der Papst erneut eine Umkehr zum Frieden gefordert. Er tat dies am Samstagabend in einer Ansprache nach einem feierlichen Rosenkranzgebet in den Vatikanischen Gärten, an dem sich zeitgleich an 16 Wallfahrtsorten der Erde Zehntausende Gläubige beteiligten.

Zum Abschluss des traditionellen Rosenkranzgebets, bei dem Maria als „Königin des Friedens“ um Hilfe angerufen wurde, sagte Leo XIV.: „Auch in dieser Zeit der Spannungen und Konflikte wird Frieden möglich, wenn man bereit ist, den Schrei derer zu hören, die seiner beraubt sind: der unschuldigen Kinder, der verzweifelten Mütter und Väter, der misshandelten Gefangenen, der Flüchtlinge, der leidenden Menschen jeden Alters. Sie alle haben nur ein einziges Wort auf den Lippen: Frieden!“

Papst Leo XIV.: „Friede ist keine naive Illusion“

Weiter betonte der Papst, der Friede sei keine „naive Illusion oder eine Angelegenheit, die interessengeleitet gehandhabt werden kann“. Vielmehr müsse man ihn mit aufrichtigem Herzen suchen. Friede entstehe aus „der Gerechtigkeit und der Liebe, als eine Harmonie, die Menschen, Familien, Gemeinschaften und Völker verbindet.“

Friede sei immer möglich, denn er sei ein Geschenk Gottes. Das Gebet um den Frieden sei deshalb ein Auftrag und eine Prophezeiung. „Es darf in unseren Städten kein Weinen Unschuldiger mehr geben; niemand soll wegen der Bedrohung durch Bomben aus seinem Zuhause fliehen müssen; Machtgier und verbale Gewalt werden dem Durst nach Gerechtigkeit und Wahrheit weichen“, so der Papst. Erneut forderte er auch eine verbale Abrüstung und die Vermeidung jeglicher verbaler oder körperlicher Gewalt, auch in den sozialen Medien.

Zeitgleiche Friedensgebete auf vier Kontinenten

Zeitgleich mit dem Papst und zahlreichen im Vatikan versammelten Menschen nahmen Zehntausende an 16 Marienpilgerorten in vier Kontinenten an dem Gebet teil. Die Orte waren untereinander durch Video-Übertragungen auf Großbildschirmen verbunden.

Unter anderem beteten Menschen in Zarvanytsya (Ukraine), Bagdad (Irak), Aparecida (Brasilien), Awali (Bahrain), Tschenstochau (Polen), Fatima (Portugal), Medjugorje (Bosnien-Herzegowina), Guadalupe (Mexiko), Elele (Nigeria), Vilnius (Litauen), Byblos (Libanon), Altötting (Deutschland) und Washington DC (USA) mit dem Papst um Frieden.

US-Präsident Trump kritisiert erneut Papst Leo XIV.

Wenige Stunden nach dem globalen Friedensgebet unter Leitung des Papstes kritisierte US-Präsident Donald Trump den Papst.

Dabei ging er außerdem auf den Besuch des Bürgermeisters von Chicago, Brandon Johnson, im Vatikan ein. Auf seiner Plattform "Truth Social" schrieb Trump: "Jemand sollte dem Papst erklären, dass der Bürgermeister von Chicago ein Nichtsnutz ist und dass der Iran keine Atomwaffen haben darf!"

Trump postet wieder Fotos

Wie schon bei seiner scharfen Papst-Kritik am 12. April ging Trump nicht unmittelbar auf Leos Worte ein. Stattdessen fügte er reale Fotos von der Begegnung des Papstes mit Chicagos Bürgermeister Johnson vom Freitag ein.

Eines davon zeigt den Papst und Vertreter mehrerer Religionsgemeinschaften aus Chicago bei einem interkonfessionellen Gebet im Vatikan. Unter ihnen ist auch der Bürgermeister selbst, dessen Eltern Pastoren in einer Pfingstkirche waren.

Eines der Bilder hatte der zum linken Flügel der Demokratischen Partei zählende afroamerikanische Politiker zuvor auf der Plattform X mit den Worten kommentiert: "Es war eine Ehre, gestern mit einem wunderbaren Menschen, Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV., Zeit zu verbringen."

Update, 17 Uhr: Kritik von Donald Trump am Papst hinzugefügt. (jdw)

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