Beginn des Fastenmonats an diesem Mittwoch

Papst und Kirchen in NRW grüßen Muslime zum Ramadan

Franziskus und die christlichen Kirchen in Nordrhein-Westfalen haben die Muslime zu Beginn ihres Fastenmonats Ramadan gegrüßt. „Möge diese besondere Zeit des Gebets und des Fastens helfen, auf Gottes Weg, der ein Weg des Friedens ist, zu bleiben“, sagte der Papst bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz am Mittwoch.

An diesem Tag beginnt der islamische Fastenmonat. Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion. Der Monat endet am 14. Juni mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens.

Kirchen in NRW: Schöpfung bewahren

Die Kirchen in NRW riefen Christen und Muslime zu Verantwortung, Solidarität und Gerechtigkeit auf. Der Mensch sei verantwortlich für den Erhalt der Schöpfung als Lebensgrundlage der jetzigen und kommenden Generationen, hieß es in einem Grußwort der fünf katholischen Bistümer und drei evangelischen Landeskirchen.

Zudem weisen die Kirchenvertreter auf Gefahren wie Kriege und die Missachtung von Menschenrechten hin. Zerstrittene Gesellschaften sowie Nationen und Konzerne, die eigene Interessen an die erste Stelle setzen, seien große Hindernisse für eine lebenswerte Zukunft. Es sei Aufgabe insbesondere des Christentums und des Islam, den Menschen zu verdeutlichen, „was wirklich wichtig ist“.

Das Grußwort „Ramadan Mubarak“ („Gesegneter Ramadan“) wurde unterzeichnet von den Erzbischöfen Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln) und Hans-Josef Becker (Paderborn), den Bischöfen Felix Genn (Münster), Helmut Dieser (Aachen) und Franz-Josef Overbeck (Essen). Die evangelischen Landeskirchen wurden vertreten durch Präses Annette Kurschus (Westfalen), Präses Manfred Rekowski (Rheinland) und Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippe).