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Pastoralreferent:innen im Bistum Münster über ihren Dienst zwischen Kirchenfrust und Hoffnung

Pastoralreferent in dieser Zeit: Wie geht es Ihnen, Herr Schulze Herding?

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Als Seelsorgende prägen sie mit den Priestern die hauptamtliche Pastoral in den Gemeinden: Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Und auch sie bekommen die Kirchenkrise zu spüren. Wie geht es ihnen damit? Das haben wir rund ein Dutzend von ihnen gefragt. Ihre Antworten präsentiert "Kirche-und-Leben.de" in dieser Woche, bevor am Sonntag 24 neue Seelsorgende von Bischof Felix Genn für ihren Dienst beauftragt werden. Diesmal: Jürgen Schulze Herding aus Velen.

Wie gehen Sie damit um, Kirchenfrust und -wut ganz persönlich abzubekommen?

Im Gespräch:
Jürgen Schulze Herding ist Pastoralreferent in Velen. | Foto: privat
Jürgen Schulze Herding ist Pastoralreferent in Velen. | Foto: privat

Glücklicherweise bekomme ich nur selten „Kirchenfrust und -wut“ ganz persönlich ab. Die Menschen, mit denen ich zu tun habe, können in der Regel unterscheiden zwischen einer (oft auch berechtigten) Enttäuschung über eine bestimmte kirchliche Macht- und Gesprächskultur und der konkreten Arbeit in der Gemeinde. Am Rande: Resignation macht mir mehr Sorge als Wut und Frust.

Was bedeutet es für Sie, in dieser Zeit Pastoralreferent zu sein?

Wenn ich jedes Jahr mit Jugendlichen tolle Pilger-Abenteuer erleben darf, wenn ich die Freude der Kommunionkinder (und ihrer Familien) sehen darf, wenn ich bei Beerdigungen die „letzte Geschichte“ eines Lebens erzählen darf und unter den Tränen der Trauernden sich ein Schmunzeln zeigt, wenn ich mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren über Gott sprechen darf, wenn ich wichtige soziale Aktivitäten unterstützen darf, dann denke ich immer wieder: Was habe ich für einen schönen Beruf!

Was macht Ihnen Hoffnung?

Jannik. Leon. Anne. Juliane. Katja. Julius. Stefan. Karsten. Steffen. Elisabeth. Fabienne. Rita. Nadine. Andrea. Kristin. Sophia. Petra. Christian. Anja. Bianca. Heiner. Jonas. Carolin. Anna. Joelle. Elaine. Julia. Und viele, viele mehr. Kurz: Die Menschen, mit denen ich zusammen Dinge vorbereiten und durchführen darf, - ihre Ideen, ihr Glaube, ihre Energie!

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