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Verleihung bei Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ am 11. März

Peter Maffay bekommt Buber-Rosenzweig-Medaille in Recklinghausen

Mit der Buber-Rosenzweig-Medaille zeichnen die christlich-jüdischen Gesellschaften in Deutschland am 11. März den Rockmusiker Peter Maffay aus. Warum?

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Die insgesamt 84 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland zeichnen den Musiker Peter Maffay mit der Buber-Rosenzweig-Medaille aus. Die Medaille wird während der zentralen Eröffnungsfeier der „Woche der Brüderlichkeit“ am 11. März im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen überreicht.

Peter Maffay wird für sein entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur geehrt. Er habe im Dialog der Kulturen und Religionen mit unbequemen Fragen bequem gewordene Antworten erschüttert und damit wichtige Anstöße gegeben, hieß es in der Begründung des Koordinierungsrats der Gesellschaften. Maffay trete als Musiker mit großem sozialem Engagement und mit Einsatz für Versöhnung auf.

Ferieneinrichtungen fördern Toleranz

Die Auszeichnung
Seit 1968 verleiht der Koordinierungsrat der christlich-jüdischen Gesellschaften während der Eröffnungsfeier zur „Woche der Brüderlichkeit“ die Buber-Rosenzweig-Medaille. Ausgezeichnet werden Personen oder Initiativen, die sich insbesondere um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben. Die Medaille wird in Erinnerung an die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929) verliehen.

Musik – so sein Credo – verbinde Religionen und Kulturen. Als Gründer der Peter-Maffay-Stiftung, die benachteiligten Kindern Auszeiten vom Alltag in stiftungseigenen Ferieneinrichtungen ermögliche, fördere er das Bewusstsein der Projektteilnehmenden für Toleranz.

Weil er sich selbst auf der Sonnenseite des Lebens sieht, findet es der Rockmusiker besonders wichtig, jenen Aufmerksamkeit zu schenken, denen es nicht so geht. „Wir dürfen die Schwächsten der Gesellschaft nicht vergessen“, betont der Musiker immer wieder. Deshalb hat er sich entschieden, über seine Stiftung Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die in ihrem Leben schon viele traurige Momente durch Gewalt, Krieg oder Krankheit erlebt haben.

Grußwort von Bischof Felix Genn

Das Jahresthema 2018 der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit lautet „Angst überwinden – Brücken bauen“.

In seinem Grußwort zur Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ schreibt Bischof Felix Genn: „Gegen Ängste helfen keine moralischen Appelle. Angst wird durch Vertrauen überwunden.“ Vertrauen entstehe in Begegnung: „Wenn wir einander begegnen, entdecken wir, dass die Fremden keine amorphe Gruppe sind, sondern aus einzelnen Menschen mit eigenen Lebensgeschichten, Erfahrungen, Hoffnungen und Ängsten bestehen.“

Bericht im ZDF

Im Vorfeld der zentralen Eröffnungsfeier am 11. März ist am Samstag, 10. März, um 19.30 Uhr in der evangelischen Christuskirche in Recklinghausen eine christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier. Mitwirkende sind unter anderem Bischof Felix Genn, Landeskirchenrat Vicco von Bülow, Rabbiner Andreas Nachama, Superintendentin Katrin Göckenjan, Propst Jürgen Quante, Gerda E. H. Koch, Christl Lewin und Isaac Tourgman. Einlass ist nur mit einer Eintrittkarte möglich, die zuvor über die Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit verteilt wurden.

Über die Eröffnungsfeier am 11. März berichtet das ZDF am gleichen Tag um 23.35 Uhr in einer 45-minütigen Zusammenfassung.

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