Verleihung 2018 in Recklinghausen

Peter Maffay erhält Buber-Rosenzweig-Medaille

Die Buber-Rosenzweig-Medaille 2018 geht an den Musiker Peter Maffay. Der 67-Jährige werde für sein entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur ausgezeichnet, teilte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Montag in Bonn mit. Die Buber-Rosenzweig-Medaille soll während der Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit am 11. März 2018 im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen überreicht werden.

Maffay habe im Dialog der Kulturen und Religionen mit unbequemen Fragen bequem gewordene Antworten erschüttert und damit wichtige Anstöße gegeben, hieß es zur Begründung. Er trete als Musiker mit großem sozialem Engagement, Einsatz für Versöhnung und Toleranz auf. Das Motto des kommenden Jahres laute „Angst überwinden - Brücken bauen“ und greife die aktuellen, begründeten und diffusen Bedrohungen und Ängste in der Gesellschaft auf.

Undotierte Auszeichnung

Mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ehren die deutschen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit jährlich Personen, Institutionen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Verständigung zwischen Christen und Juden einsetzen. Der Deutsche Koordinierungsrat vergibt die undotierte Auszeichnung seit 1968 jeweils Anfang März zum Auftakt der bundesweiten Woche der Brüderlichkeit.

Die Medaille erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929). Preisträger waren unter anderen der jüdische Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik, der katholische Theologe Hanspeter Heinz und der von ihm geleiteten Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken, der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani, der Architekt Daniel Libeskind und der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Nikolaus Schneider.