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Wettbewerb für Bebauung eines ehemaligen DJK-Sportgeländes läuft

Pfarrei in Rhede sucht Investoren für den Wohnungsbau auf Kirchengrund

  • Die Pfarrei St. Gudula in Rhede wird drei Grundstücke in stadtnaher Lage im Rahmen eines Erbbaurechts an Investoren vergeben.
  • Die Grundstücke befinden sich auf dem früheren Gelände des DJK-Sportverbands.
  • Das Investoren-Auswahlverfahren wird Ende Februar 2022 abgeschlossen.
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Wer in der Immobilienbranche zu Hause ist oder als Bauinvestor neuen Wohnraum schaffen möchte, hat die Möglichkeit, in Rhede drei größere Baugrundstücke zu erwerben. Die Grundstücke – 1.410 Quadratmeter, 1.600 Quadratmeter und 1.625 Quadratmeter groß – werden im Rahmen des Erbbaurechts zum Zweck der Errichtung von Mehrfamilienhäusern vergeben.

Das ehemalige DJK-Sportgelände, an einem Naturpark in der Innenstadt von Rhede gelegen, wird als solches seit einigen Jahren nicht mehr genutzt. „Der Verein hat den Spielbetrieb an das Sportzentrum in Rhede verlegt“, sagt Klaus Eckers, Leiter der Zentralrendantur für das Dekanat Bocholt. Die Zentralrendantur ist zuständig für das Investoren-Auswahlverfahren.

Neues Gudula-Viertel

Bereits vor den Planungen zur Spielbetriebsverlegung sei die Pfarrei St. Gudula zusammen mit der Stadt Rhede als plangebende Behörde in die Entwicklungsplanung zu diesem Gelände eingestiegen, erläutert Eckers im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“. Fachlich begleitet wurde dieser Prozess durch das Stadtplanungsbüro Farwick & Grote aus Ahaus.

„Ziel der Entwicklung dieses sehr stadtnahen Geländes war es, den urbanen und den eher ländlichen Charakter miteinander zu verbinden“, sagt Eckers über das neue „Gudula-Viertel“. Das sei dadurch gelungen, dass sowohl Einfamilienhäuser als auch sogenannte Kettenhäuser und Mehrfamilienhäuser in einer harmonischen Kombination dieses Gelände künftig charakterisieren. Die Vergabe der Erbbaugrundstücke für den privaten Wohnungsbau erfolgt im zweiten Quartal 2022 aufgrund der vorliegenden Interessentenliste privater Bauwilliger.

Unterlagen stehen auf Pfarrei-Homepage bereit

Wie Eckers erläutert, haben sich hinsichtlich der Mehrfamilienhausbebauung die Vertreter der Pfarrei zusammen mit den Verantwortlichen der Stadt Rhede auf dieses Investoren-Auswahlverfahren verständigt. Kurz vor Weihnachten 2021 ist das Verfahren öffentlich gemacht worden. Die entsprechenden Unterlagen mit den bautechnischen Details und Grundrissen stehen auf der Homepage der Pfarrer unter www.st-gudula.de bereit. Stadt und Kirche erhoffen sich davon eine „breite Rückmeldung an städtebaulich guten Ideen, die dieses Gebiet qualitativ aufwerten“, sagt Eckers.

Bewerben kann sich grundsätzlich jeder, der investieren und ein Mehrfamilienhaus errichten möchte. „Wir gehen davon aus, dass sich private, kommerzielle und gemeinnützige Interessenten an dem Auswahlverfahren beteiligen“, sagt der Chef der Zentralrendantur. Die Pfarrei sei darüber hinaus auch offen für unterschiedliche Vermarktungsstrategien der Mehrfamilienhäuser – entweder im Rahmen von Mietwohnungen oder gegebenenfalls Eigentumswohnungen.

Viele gute Projektvorschläge

„Aufgrund verschiedener Kontakte und Rückfragen gehe ich davon aus, dass wir eine große Resonanz mit vielen guten Projektvorschlägen erhalten werden. Das macht es für die Entscheidungsträger der Pfarrei sicher nicht einfach, daraus eine gute Auswahl zu treffen“, sagt Eckers. Aber es sei besser, sich zwischen vielen guten Vorschlägen entscheiden zu können, als nur wenig Resonanz zu erhalten.

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