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Eine Pfarrei im Kreis Coesfeld freut sich über einen Zuschuss in Millionenhöhe. Der hat allerdings Folgen für zwei andere Kirchorte.
Die Sanierung der St.-Lamberti-Kirche in Coesfeld ist finanziell gesichert. Mit einem Gesamtvolumen von 3,3 Millionen Euro, von denen 90 Prozent durch das Bistum Münster getragen werden, wird das Gebäude am Markt langfristig erhalten. Im Zuge der Erstellung eines Immobilienkonzeptes wird nun geschaut, wie die Kirchorte St. Jakobi an der Kellerstraße und Maria Frieden am Kalksbecker Weg entwickelt werden können. Dies berichtet die Bischöfliche Pressestelle am Samstag.
Der leitende Pfarrer Jörg Hagemann betont: „Jede Entscheidung an einem Ort hat Auswirkungen auf andere Orte. Dabei geht es nicht darum, dass andere Orte weniger wert sind, sondern darum, dass wir vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher und finanzieller Bedingungen Verantwortung für das Ganze tragen müssen.“ Die Chancen, so macht er deutlich, lägen im Wandel, nicht im Nichtstun. „Sonst, stehen wir in fünf oder zehn Jahren vor der Feststellung, dass wir an unseren Standorten St. Jakobi und Maria Frieden gar keine Möglichkeiten mehr haben“, sagt er. Dabei sei ihm bewusst, dass es um Orte gehe, mit denen viele Menschen Erinnerungen und Emotionen verbinden, „einige sicher auch ein Stück Heimat“.