Gemeinsamer Aufruf zur Kommunalwahl am 13. September

Pfarreien in Ahaus: Christen können nicht jede Partei wählen

Die drei katholischen Pfarreien in Ahaus haben einen gemeinsamen Aufruf zur Kommunalwahl am 13. September vorgelegt. Darin machen sie deutlich, warum Christen ihrer Ansicht nach nicht jede Partei wählen können.

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Die drei katholischen Pfarreien in Ahaus (Kreisdekanat Borken) haben einen gemeinsamen Aufruf zu den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am 13. September veröffentlicht. „Freiheit und Demokratie gehören zu den großen Errungenschaften der Menschheit, die es mit allen Kräften zu schützen gilt“, heißt es in den Schreiben, das von den jeweiligen Pfarreiräten und Kirchenvorständen unterzeichnet ist. „Als Bürger*innen und als Christ*innen machen wir deshalb von unserem Wahlrecht Gebrauch.“

Ohne Parteien zu nennen, mahnen die Verfasser, Christen dürften keine Rechtspopulisten wählen: „Sie können Ihre Stimme keiner Partei geben, deren Ziele dem christlichen Menschenbild widersprechen, deren Spitzenvertreter sich nicht eindeutig genug von populistischen, nationalistischen und rassistischen Tendenzen distanzieren und die aus den Fehlern insbesondere der deutschen Geschichte nichts lernen wollen.“ In Ahaus kandidieren erstmals fünf Vertreter der AfD für den Stadtrat.

„Glaube ist politisch – aber nicht parteipolitisch“

Der christliche Glaube sei nicht parteipolitisch, „das versteht sich von selbst“, meinen die Verfasser zur Begründung ihres Schreibens. „Weil aber Gott parteiisch ist – für Recht und Gerechtigkeit, für Freiheit und Verantwortung, für die Armen und Leidenden –, ist der Glaube politisch.“

Einen ähnlichen Aufruf unterstützen Kirchenvertreter in Herten. Die katholischen Verbände im Bistum Aachen und die Laienvertretung im Erzbistum Köln hatten explizit dazu aufgerufen, die AfD nicht zu wählen.

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