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Ahls geht zum 1. September. In der Pfarrei hatte es Differenzen im ehemaligen Kirchenvorstand und jetzigen Verwaltungsausschuss gegeben.
Martin Ahls (59) gibt die Position als leitender Pfarrer von St. Peter Rheinberg (Kreis Wesel) zum 1. September auf. Ahls geht zunächst in eine Sabbatzeit, teilt die Bischöfliche Pressestelle mit. Die Pfarrverwaltung übernehme Weihbischof Rolf Lohmann, bis Gespräche mit den Pfarreigremien über die künftige Pfarreileitung geführt seien.
Die Arbeit in der Pfarrei sei zuletzt belastet gewesen „durch Differenzen im ehemaligen Kirchenvorstand und jetzigen Verwaltungsausschuss“, so die Pressemitteilung. Deshalb seien „vor einiger Zeit mehrere Mitglieder des Kirchenvorstands zurückgetreten“.
Ahls: „Vergangene Monate haben Kraft gekostet“
In Rheinberg sei vorschriftsmäßig ersatzweise ein Verwaltungsausschuss gebildet worden, der die Geschäfte der Pfarrei bis zur turnusgemäßen Neuwahl des Gremiums im November führt. Den Ausschuss begleite ein vom Bistum vermittelter externer Moderator.
Ahls war seit 2017 Leitender Pfarrer in Rheinberg. „Die vergangenen Monate haben mich viel Kraft gekostet“, sagt er laut Pressestelle. „Um weiter gut und gesund als Priester wirken zu können, aber insbesondere auch, um eine gute Entwicklung in der Pfarrei und im Pastoralen Raum zu ermöglichen, ist es Zeit für diese Veränderung.“ Zugleich dankt der scheidende Pfarrer den ehrenamtlich Engagierten der Gemeinde.
Bistum: „Bedauern und respektieren Entscheidung“
Diözesan-Administrator Antonius Hamers hat Ahls‘ Bitte um Entpflichtung angenommen. Matthias Mamot, Personaldezernent für das Seelsorge-Personal, sagt laut Angaben, das Bistum bedauere und respektiere die Entscheidung des Pfarrers. Über den weiteren Einsatz von Ahls wollen die Personalverantwortlichen und er zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.