PERSONALIE

Pfarrer und bekannter Buch-Autor Peter Dyckhoff ist tot

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Der Geistliche starb mit 88 Jahren. Einer breiteren Öffentlichkeit war er als Förderer des Ruhegebets und Verfasser spiritueller Schriften bekannt.

Der Sendener Pfarrer Peter Dyckhoff ist tot. Wie die von ihm gegründete „Stiftung Ruhegebet“ auf Anfrage von Kirche+Leben bestätigte, starb er nach langer Krankheit bereits am 4. Juni im Alter von 88 Jahren. Einer breiteren Öffentlichkeit war der Priester vor allem als Förderer des frühchristlichen Ruhegebets nach Johannes Cassianus (360 bis etwa 435) bekannt, einer tiefen kontemplativen geistlichen Übung, die auf alles bewusste Denken verzichtet und durch das Wiederholen einfacher Gebetsformeln geprägt ist.

Dyckhoff wurde 1937 in Rheine (Kreisdekanat Steinfurt) geboren. Nach dem Abitur begann er zunächst ein Studium der katholischen Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, wechselte jedoch später zur Psychologie an der Universität Münster. Nachdem sein Vater tödlich verunglückt war, musste er das Studium abbrechen und 1964 in den elterlichen Textilbetrieb eintreten.

Mit 40 Jahren gab Dyckhoff die Geschäftsführung des Unternehmens ab und studierte ab 1977 wieder katholische Theologie. Er wurde schließlich 1981 in Brixen (Südtirol) zum Priester geweiht. Später wirkte Dyckhoff mehrere Jahre als Wallfahrts- und Krankenhausseelsorger in Kevelaer (Kreisdekanat Kleve). Nach einer Zeit als Gemeindepfarrer im Bistum Hildesheim übernahm der Geistliche dort den Aufbau und die Leitung der Bischöflichen Bildungsstätte „Haus Cassian“. 1999 kehrte er nach Westfalen zurück.

Peter Dyckhoff: Verfasser zahlreicher Bücher

Dyckhoff wurde 2006 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (heute: Vinzenz Pallotti University) mit einer Arbeit zum Thema „Gebet als Quelle des Lebens“ promoviert. Zeit seines Lebens verfasste der Priester zahlreiche theologische und spirituelle Schriften. Zuletzt erschien 2025 das „Goldene Buch vom Ruhegebet“.

Der Vorstand der „Stiftung Ruhegebet“ würdigte Dyckhoff in einem Nachruf als einen „großen Mann des Glaubens und Gebets“. Er habe mit seinen Büchern, Vorträgen sowie Rundfunk- und Fernsehsendungen „unzählige Menschen“ bereichert. Man werde Dyckhoffs Werk in seinem Sinne fortführen und seiner „in tiefer Dankbarkeit“ gedenken.

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