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Franz-Josef Hachmöller aus Wilhelmshaven bittet um Spenden für Familien in Russland

Pfarrer wünscht sich eine Kuh zum Jubiläum

  • Als Geschenk zum Weihejubiläum hat sich Pfarrer Franz-Josef Hachmöller aus Wilhelmshaven Spenden gewünscht, mit denen Familien in Russland geholfen werden kann.
  • Das Caritas-Projekt „Eine Kuh für Marx“ wird das Geld jetzt an eine bedürftige Familie vermitteln, die sich davon eine Kuh kaufen wird.
  • Möglicherweise reicht die gespendete Summe sogar für zwei Tiere.
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Franz-Josef Hachmöller fand die Idee gut: mit Geschenken zu seinem 60-jährigen Priesterjubiläum bedürftigen Menschen zu helfen. Als er von einem Caritas-Projekt in Russland hörte, das dort armen Familien mit Kühen hilft, stand für den 86-jährigen Ruhesstands-Priester aus Wilhelmshaven sofort fest: Auch er wollte bei seiner Feier für eine Kuh sammeln. Erfolgreich, wie sich einen Tag nach dem Jubiläum zeigte. „Nachgezählt habe ich noch nicht. Aber ich glaube, dass da eine stattliche Summe zusammengekommen ist, sodass vielleicht sogar zwei Kühe gekauft werden können.“

Über die Aktion „Eine Kuh für Marx“ der Caritas im Bistum Osnabrück wird das Geld jetzt an eine bedürftige Familie in Russland weitergeleitet, damit die sich dort eine Kuh anschaffen kann. Der aus dem Bistum Erfurt stammende damalige Pfarrer von Marx und heutige Bischof von St. Clemens in Saratow (Westrussland), Clemens Pickel, hatte das Projekt 1999 gegründet. Er hatte die Armut und Not in der ländlichen Region selbst gesehen und wollte mit dem Kuhprojekt Hilfe zur Selbsthilfe organisieren. Marx war das erste russische Dorf, in das ein Tier vermittelt wurde.

Eine Kuh kostet derzeit rund 800 Euro

Pfarrer Hachmöller hat jetzt sein Diamantenes Weihejubiläum gefeiert. | Foto: Franz-Josef Scheeben
Pfarrer Hachmöller hat jetzt sein Diamantenes Weihejubiläum gefeiert. | Foto: Franz-Josef Scheeben

„Man benötigt derzeit rund 800 Euro, um vor Ort eine Kuh zu kaufen“, sagt Caritas-Referent Ottmar Steffan. Er betreut  das Projekt. In der Summe enthalten ist auch ein Puffer, etwa um Heu zu kaufen oder den Stall entsprechend einzurichten. „Eine Kuh für Marx“ arbeitet mit Mitarbeitern vor Ort zusammen, zum Beispiel mit Ordensschwestern oder Pfarrern, die die Familien aussuchen. Die schicken anschließend ein Foto mit ihrer neuen Kuh und einen Dankesbrief zurück.

Das Projekt läuft seit rund 20 Jahren. „Mittweile haben wir auf diese Weise schon etwa 800 Tiere vermittelt“, sagt Ottmar Steffan. Die Aktion hat auch Nachhaltigkeit im Blick. „Wenn es möglich ist, soll das erste nachgeborene Kalb einer nächsten bedürftigen Familie weitergegeben werden, damit so etwas wie ein Schneeballeffekt entsteht.“

Spender erhalten eine „Kuh-Urkunde“

Nähere Informationen zum Projekt gibt es unter www.eine-kuh-fuer-marx.de.

Jedem Spender verleiht das Hilfsprojekt auch eine Ehrung: Auch der aus der oldenburgischen Bauerschaft Carum (Gemeinde Bakum, Kreis Vechta) stammende Landwirtssohn Franz-Josef Hachmöller kann sich daher auf eine „Kuh-Urkunde“ freuen.

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