Anzeige
In Asien haben Hunderttausende an einer Prozession teilgenommen. Welche Rolle eine Christus-Statue dabei spielte.
Hunderttausende Katholikinnen und Katholiken haben in der philippinischen Hauptstadt Manila an der jährlichen Straßenprozession mit der historischen Christus-Statue „Jesus Nazareno“ teilgenommen. In seiner Predigt im Rizal Park rief Bischof Rufino Sescon Jr. am Freitag vor rund 100.000 Gottesdienstteilnehmenden zu Gerechtigkeit, Mitgefühl und Dienst an der Gemeinschaft auf. Auch Staatspräsident Ferdinand Marcos Jr. sandte eine Grußbotschaft zum Festtag.
Laut Kirchenangaben wurden bis Mittag Ortszeit schon mehr als 700.000 Menschen entlang der 5,8 Kilometer langen Strecke vom Rizal Park zum Nationalheiligtum des Jesus Nazareno gezählt. Die Prozession dauert viele Stunden, weil die Gläubigen langsam gehen, für Gebete und Andachten immer wieder innehalten und viele Menschen versuchen, die als wundertätig geltende Statue zu berühren. 2025 endete der Marsch nach 15 Stunden.
18.000 Sicherheitskräfte im Einsatz
UPDATE: Neuer Rekord
Die Prozession hat ihr Ziel am Samstag um 10.50 Uhr Ortszeit nach insgesamt 30 Stunden und 50 Minuten erreicht. Damit sei die "Traslacion" 2026 die längste Prozession in der Geschichte des Events gewesen, berichtet das staatliche Nachrichtenportal PNA.
Die Prozession des „Jesus Nazareno“ ist jedes Jahr eine massive logistische Herausforderung für Sicherheitskräfte, Erste-Hilfe-Teams, den Verkehr und auch für die Stadtreinigung. Nach Angaben der Stadtverwaltung Manilas sind in diesem Jahr 18.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.
Ende 2024 hatte das Erzbistum Manila aus dem bisherigen Namen der Statue und der Kirche „Schwarzer Nazarener“ das Wort „schwarz“ gestrichen. Laut dem Dekret von Erzbischof Jose Advincula trägt die Kirche seitdem den offiziellen Namen „Kleine Basilika und Nationalheiligtum Jesu Nazarenos – Pfarrei des Heiligen Johannes des Täufers“.
Update 10. Jan.: Kasten ergänzt