Anzeige
Komm in den Login KLup
___STEADY_PAYWALL___

Pfarrer Lars Bratke aus Schillig im ökumenischen Autorenteam

Pilgern an der Nordsee: Neues Tagebuch führt Urlauber durchs Wangerland

  • Ein neues Tagebuch für den Wangerländischen Pilgerweg soll die Menschen auf ihren Wegen zu insgesamt 14 evangelischen und katholischen Kirchen spirituell begleiten.
  • Pfarrer Lars Bratke hat zusammen mit Pastorin Sabine Kullik und dem Fotografen Andreas Reiberg Texte und Bilder gesammelt.
  • Das Projekt wurde von dem Fond „Gute Idee!“ des Bischöflichen Offizialats in Vechta mit 3.000 Euro gefördert.
Anzeige

Aus schwarz-weiß wird bunt: Das spirituelle Pilgertagebuch der evangelischen und katholischen Kirche im Wangerland ist in einer neuen Version erschienen. Nachdem die Exemplare der ersten Ausgabe von 2013 mittlerweile vergriffen waren, entschloss sich das gleiche Autorenteam zu neuen Texten und Fotos, welche die Pilger auf dem Wangerländischen Pilgerweg begleiten sollen. Die Bilder sind im Gegensatz zur ersten Ausgabe dieses Mal Farbfotografien.

„Jede der Kirchen hat eine einzigartige Ausstrahlung“, sagt Pfarrer Lars-Jörg Bratke von der katholischen Kirche im Wangerland zur Idee des Buches. „Dazu kommt eine wunderbare Eigenwilligkeit unserer Landschaft hier oben.“ Das ökumenische Projekt soll die Menschen animieren, in dieser Urlaubskulisse zur Ruhe zu kommen und ihren Blick für Dinge zu schärfen, die ihnen sonst verborgen bleiben.

 

Suchbilder in den Kirchen am Pilgerweg

 

Dafür hat der Fotograf Andreas Reiberg mit seiner Kamera Station in allen 14 Kirchen am Pilgerweg gemacht, um spannende Details und Perspektiven zu finden. „Die Bilder haben zum Teil etwas von einem Suchspiel, denn die Motive erschließen sich dem Besucher nicht sofort“, sagt er. So war auch Pastorin und Mitautorin Sabine Kullik überrascht, dass es in der evangelischen Kirche St. Cosma und Damian in Wiarden einen kleinen steinernen Löwen gibt. „Ich musste lange suchen, um ihn zu entdecken.“

Kullik und Bratke haben die Texte zu den Bildern gesammelt und selbst geschrieben. Das Ergebnis ist äußerst bunt, finden sich doch Bibelverse genauso wieder wie etwa ein Liedtext der ostdeutschen Band „Die Puhdys“. Bratke ist überzeugt, dass die Mischung zum Gefühl der vielen Nordsee-Urlauber passt und eine spirituelle Ausstrahlung entwickeln kann: „Es muss nicht immer das Wort Gott enthalten sein, um tiefe Gefühl der Menschen zu erreichen.“

 

Mit Karte und Pilgerpass

 

Die insgesamt etwa 70 Kilometer sind sowohl etwas für Rad- als auch für Fußpilger. Dem neuen Tagebuch liegt sowohl eine Streckenkarte mit zusätzlichen Informationen zu den Kirchen bei als auch ein Pilgerpass mit der Möglichkeit, sich jeden Kirchenbesuch abstempeln zu lassen. Die weißen Seiten am Ende des Buches sollen Raum für eigene Gedanken und Erlebnisse geben, welche die Pilger von ihren Etappen mitbringen.

„Es ist ein Unterschied, ob jemand eine Kirche anguckt oder sie erlebt“, nennt Bratke den zentralen Unterschied zu den vielen touristischen Angeboten, die es für die Urlauber im Wangerland gibt. Das Erleben von Gotteshäusern und Natur überwältigt ihn dabei selbst immer wieder neu, sagt er. „Auch wenn ich gemeinsam mit Feriengästen regelmäßig mit dem Fahrrad über den Pilgerweg fahre, hat er nichts an Ausstrahlung verloren.“

 

Gefördertes Projekt

 

Das Buchprojekt mit einer Auflage von 500 Exemplaren wurde vom Bischöflichen Offizialat in Vechta im Rahmen des Förderprogramms „Gute Idee!“ mit 3.000 Euro unterstützt. Bestellt werden kann das „Tagebuch Wangerländischer Pilgerweg“ für 12 Euro im Kirchenbüro in Schillig. Weitere Informationen: www.katholische-kirche-wangerland.de.

„Gute Idee“ – Offizialat in Vechta fördert Projekte
Das bischöfliche Offizialat in Vechta hat den Fonds „Gute Idee!“ zur Förderung innovativer Projekte im Oldenburger Land eingerichtet. Damit werden Ideen von Pfarreien oder in anderen pastoralen Bereichen unterstützt. Auch missionarische Initiativen gehören dazu. Im Jahr 2020 standen dafür insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Einzelne Projekt werden mit bis zu 3.000 Euro gefördert. Weitere Informationen: www.offizialat-vechta.de

Drucken
Anzeige