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Auf die unerlaubten Bischofsweihen folgen kirchenrechtliche Konsequenzen. Auch für die Priester der Gemeinschaft und ihr zugehörige Laien.
Der Vatikan hat die am Mittwoch, 1. Juli, abgehaltene Bischofsweihe der Piusbrüder als „Akt schismatischer Natur“ eingestuft. Das geht aus einem Dokument des Glaubensdikasteriums hervor, das am Donnerstagmorgen veröffentlicht wurde. Der Vatikan schließt mit seinem Schreiben nicht nur alle Beteiligten der Weihe aus der katholischen Kirche aus, sondern alle „Geistlichen, die der Priesterbruderschaft angehören“.
Diese müssten als Schismatiker betrachtet werden, stellte der Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Kardinal Víctor Manuel Fernández, in einer dem Dokument beigefügten Erläuterung fest. „Was die Laiengläubigen betrifft, so sind diejenigen als schismatisch und exkommuniziert anzusehen, die der Bruderschaft formell angehören“, schreibt Fernández.
Mit dem Dokument bestätigt das Dikasterium die durch den Akt der Weihe nach Kirchenrecht automatisch erfolgte Exkommunikation. Die erzkonservative Gemeinschaft der Piusbrüder hatte am Mittwochmorgen im Schweizer Écône „ohne päpstliches Mandat und gegen den Willen des Heiligen Vaters“ vier neue Bischöfe geweiht.
Vergeblicher Dialog
Die Piusbruderschaft, der aktuell nach eigenen Angaben weltweit rund 700 Priester angehören, wurde 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre als Reaktion auf die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) gegründet. Weil die Piusbrüder viele dieser Reformen als zu liberal zurückweisen, stehen sie seitdem im offenen Konflikt mit dem Vatikan.
Kardinal Fernández geht in dem Schreiben auch näher auf die Umstände ein. Seit der Zeit von Papst Paul VI. (1963–1978) bis hin zu den jüngsten Gesprächen, die vor Kurzem in dem Dikasterium stattfanden, hätten sich die „zahlreichen Versuche, die Anhänger der Bewegung wieder in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zu führen“, als vergeblich erwiesen. Die Situation habe sich durch die jüngsten Bischofsweihen weiter verschärft.