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Jean-Marc Micas untersagte unter anderem Messen im Heiligtum. Die exkommunizierten Traditionalisten haben für die Entscheidung kein Verständnis.
Die traditionalistische Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) hält trotz eines bischöflichen Verbots an ihrer jährlichen Wallfahrt nach Lourdes an Christkönig fest. Man erkenne zwar die Autorität von Jean-Marc Micas an, nehme seine Entscheidung jedoch mit „Betroffenheit und Unverständnis“ zur Kenntnis, heißt es in einem Kommuniqué des französischen FSSPX-Distrikts.
Der Bischof von Tarbes und Lourdes hatte kürzlich die bislang geltende Genehmigung für Messen, Sakramente und öffentliche Gebete der Traditionalisten im Heiligtum widerrufen. Hintergrund ist die Exkommunikation der Priesterbruderschaft infolge der unerlaubten Bischofsweihen vom 1. Juli. Er sei „zutiefst betrübt angesichts der Situation, in der das Gewand Christi zerrissen wird“, so Micas. Der private Besuch des Heiligtums ist Priestern und Gläubigen der FSSPX weiter gestattet.
Der französische Distrikt wolle dieser Einladung nachkommen. Die Gottesmutter Maria habe es nicht verdient, trotz aller Hindernisse vernachlässigt zu werden, heißt es in dem Kommuniqué. „Auch wenn die Tore des Heiligtums für eine öffentliche Wallfahrt verschlossen bleiben, so schließt sich doch die Tür zum Herzen der Mutter Gottes niemals vor ihren Kindern. Zweifellos wird sie die ihren erkennen!“ Im Oktober 2025 hätten zudem Christen und Muslime gemeinsam an einer interreligiösen Pilgerfahrt nach Lourdes teilnehmen dürfen.