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„Kirche+Leben“-Karikaturist will Zeichen setzen und erlebt „massive Kritik“ im Internet

Plaßmann: Nicht Kreuz-Verhüllung verdeckt Jesus, sondern Missbrauch

  • Der Karikaturist Thomas Plaßmann verteidigt seine Initiative, wegen des sexuellen Missbrauchs zeitweise die Kreuze in den Kirchen zu verhüllen.
  • „Nicht ein schwarzes Tuch verhüllt das Angesicht Jesu“, schreibt Plaßmann, sondern „millionenfacher Missbrauch“.
  • Zuvor hatte Plaßmann „massive Kritik und Empörung“ über seinen Vorschlag erreicht.
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Der Karikaturist Thomas Plaßmann, der auch für „Kirche+Leben“ zeichnet, verteidigt seine Initiative, wegen des sexuellen Missbrauchs zeitweise die Kreuze in den Kirchen zu verhüllen. „Nicht ein schwarzes Tuch verhüllt das Angesicht Jesu“, schreibt Plaßmann in einer Reaktion auf Kritik unter anderem im Internet. Vielmehr verfinstere „millionenfacher Missbrauch und der Umgang damit über Jahrzehnte“ für „immer mehr Menschen“ die Gegenwart Jesu in der Kirche.

Plaßmann sieht die Idee, Kreuze zu verhüllen, als „tief menschliche Geste des Mitempfindens, der Schuld“ und der Scham. Neben Zustimmung habe ihn auch „massive Kritik und Empörung“ erreicht: „Nicht ganz überrascht, aber doch über das Ausmaß erstaunt“ äußert der Essener Katholik sich in einer Stellungnahme, die „Kirche-und-Leben.de“ vorliegt.

 

Gegen das Wegsehen und Verdrängen

 

Die Verhüllung der Kreuze solle nur „eine Zeit lang“ andauern; Plaßmann hatte die Wochen bis zum Beginn des Advents angeregt. Der Karikaturist verbindet mit der Aktion die Forderung nach Aufarbeitung, um „wieder freie Sicht“ auf Jesus und seine Botschaft zu schaffen.

„Das Wegsehen, das Verdrängen, der Rückzug in den frommen Winkel“ lasse „den dunklen Schleier der Verbrechen über seinem Werk bestehen“. Das verdecke Jesus und verhindere die Suche nach ihm „in unserer Kirche“.

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