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Der Haushalt 2026 sah keine weiteren finanziellen Mittel für den Fonds Sexueller Missbrauch vor. Offenbar steuert die Bundesregierung jetzt doch um.
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat angekündigt, bald einen Plan zur Fortführung des Fonds Sexueller Missbrauch vorzulegen. Ein von ihrem Ministerium entwickeltes Konzept befinde sich derzeit in Abstimmung mit dem Bundesfinanzministerium, sagte Prien am Mittwoch in Berlin. Sie gehe davon aus, „demnächst etwas vorlegen zu können“.
Der Fonds war 2013 eingerichtet worden. Betroffene können Hilfen beantragen, die über Leistungen der Kranken- oder Pflegekassen oder andere Unterstützungen hinausgehen. Bis Ende 2023 wurden den Angaben zufolge rund 164 Millionen Euro ausgezahlt.
Für 2026 sind keine Mittel im Haushalt vorgesehen. Auf ihrer jüngsten Vollversammlung hatten sich auch die Bischöfe für eine Fortführung des Fonds ausgesprochen.