VATIKAN

Glaubenspräfekt Fernández wiederholt Absage an förmliche Segensfeiern

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Kürzlich hatte Rom einen Brief an die deutschen Bischöfe von 2024 online gestellt. Jetzt gab der Kardinal eine Erklärung dazu ab.

Der vatikanische Glaubenspräfekt Víctor Manuel Fernández hat eine Erklärung zur deutschen Handreichung für Segnungsfeiern für homosexuelle und andere Paare abgegeben. „Vatican News“ verbreitete am Mittwoch, dass der Brief von Fernández vom 18. November 2024 auch für die später korrigierte Fassung der deutschen Handreichung für Segnungsfeiern gilt.

Die Segens-Handreichung hatten die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken am 23. April 2025 vorgelegt. Im Vorfeld gab es einen Briefwechsel zwischen dem für Liturgiefragen zuständigen Trierer Bischof Stephan Ackermann und Fernández. Die Kritik des Kardinals führte damals zu einigen Korrekturen.

Kritik auch am neuen Segnungstext

Nun stellte der oberste Glaubenshüter im Vatikan klar, dass auch der definitive, modifizierte Text der Deutschen nicht die vatikanische Kritik umsetze. Auch in ihrer korrigierten Fassung biete die Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“ eine „Art Liturgie“ an, die aber von der Vatikan-Erklärung „Fiducia supplicans“ vom Dezember 2023 explizit ausgeschlossen worden sei.

Schon bei seinem letzten Treffen mit einer Delegation deutscher Bischöfe im November 2025 habe Fernández Bischof Ackermann deutlich gemacht, dass der im Jahr zuvor verfasste kritische Brief zu dem Segnungstext die „einzige und letztgültige“ vatikanische Antwort auf den Vorstoß der Bischöfe sei. „Was damals in dem Brief gesagt wurde, gilt auch für den Text der jetzigen Handreichung, die nicht die Zustimmung des Glaubensdikasteriums hat“, so Fernández in „Vatican News“.

Papst Leo XIV. hatte am 23. April auf dem Rückflug von seiner Afrikareise gegenüber Journalisten gesagt: „Der Heilige Stuhl hat bereits mit den deutschen Bischöfen gesprochen und geklärt, dass wir nicht mit der förmlichen Segnung von Paaren, in diesem Fall von gleichgeschlechtlichen Paaren, einverstanden sind.“ Anlass für die Äußerungen des Papstes war die Umsetzung der Segens-Handreichung im Erzbistum München und Freising durch Kardinal Reinhard Marx.

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