Dritter Preis der Stiftung des Sozialdienstes katholischer Frauen

Projekt des SkF Münster für obdachlose Frauen ausgezeichnet

Ein Projekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Münster hat den dritten Platz beim Preis der SkF-Stiftung belegt. Ausgezeichnet wurde ein Patinnen-Projekt für langjährig obdachlose Frauen, teilte der Bundesverband am Donnerstag mit.

Im ambulant betreuten Wohnen unterstützt der SkF Münster demnach sechs ältere Frauen, die auf eine lange Zeit der Obdachlosigkeit mit vielen Folgeproblemen zurückblicken. Um diese Frauen kümmern sich – zusätzlich zur professionellen Bereuung im Langzeitwohnen – ehrenamtliche Patinnen, die ihnen soziale Kontakte vermitteln und sie auf noch weitere Weise dabei unterstützen, neu Fuß zu fassen. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Die SkF-Stiftung zeichnete in diesem Jahr Projekte aus, die gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit kämpfen. „Wohnungslosigkeit trifft Frauen anders als Männer“, sagte Stiftungsvorsitzende Maria Elisabeth Thoma laut Pressemitteilung. „Frauen mit Kindern haben es besonders schwer, wieder eine geeignete Wohnung zu finden.“ Mit dem ersten Preis wurde der SkF Garmisch-Partenkirchen ausgezeichnet, der zweite Preis ging an den SkF Trier.

Weitere Preise nach Garmisch und Trier

In Garmisch-Partenkirchen hat ein SkF-Projekt den ganzen Landkreis mit 22 Gemeinden im Blick. Es werden wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen beraten. In einer Herberge und in 13 eigens angemieteten Wohnungen im Kreis werden Einzelpersonen, Paare und Familien, die ihren Wohnraum verloren haben, versorgt und betreut. Zudem besteht eine Tee- und Wärmestube für Obdachlose. Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der SkF Trier hat auf einem Areal in der Stadt bestehende Gebäude saniert und Wohnraum mit Betreuungsmöglichkeiten für 60 Frauen und ihre Kinder geschaffen. Dieses Projekt erhält 1.000 Euro.