Kritische Auseinandersetzung mit digitalen Angeboten

Projekt zur Mediennutzung an sechs Schulen im Bistum Münster

Das Handy ist für Jugendliche ständiger Begleiter – aber wie kompetent gehen sie damit um?
Das Handy ist für Jugendliche ständiger Begleiter – aber wie kompetent gehen sie damit um?Foto: Pixabay

Im Bistum Münster startet am 16. Mai ein zweijähriges Projekt an sechs bischöflichen Schulen. Inhalte sind Mediendidaktik, Medienerziehung, Medienethik und die Frage, wie digitale Medien kompetent genutzt werden können. Am Projekt für Klassen der Sekundarstufe I sind das Gymnasium St. Michael Ahlen, das Gymnasium St. Josef Bocholt, die Liebfrauenschule Geldern, die Roncalli-Realschule Ibbenbüren, die Marienschule Münster und die Realschule St. Martin Sendenhorst beteiligt.

William Middendorf, Leiter der Schulabteilung im Generalvikariat, erläutert: »Das Projekt möchte die ethische Dimension eines angemessenen Umgangs mit digitalen Medien akzentuieren und dabei dem besonderen Profil unserer Schulen als kirchliche Bildungseinrichtungen Rechnung tragen.« Mit der Digitalisierung seien Chancen und Risiken verbunden. Middendorf verweist auf Fake News, Social Bots oder das bei Jugendlichen nicht selten anzutreffende Cybermobbing. Es sei »zum Beispiel Aufgabe des Religionsunterrichts, die kritische Auseinandersetzung mit solchen Entwicklungen zu fördern«.

Indem Schüler den kompetenten Gebrauch digitaler Medien lernten, würden sie befähigt, »ihr Recht auf soziale Teilhabe und ihre beruflichen Chancen« in einer Gesellschaft zu nutzen, die sich durch die Digitalisierung stark verändere, sagt Middendorf. Das Projekt wird finanziell von der Katholischen Schulstiftung im Bistum unterstützt.