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Propst Jürgen Quante verlässt im Sommer Recklinghausen

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Mit dem Beginn der Sommerferien wird Propst Jürgen Quante die Pfarrei St. Peter und auch Recklinghausen verlassen. Der 72-Jährige hat Bischof Dr. Felix Genn um seine Entpflichtung gebeten. Quante wird in seine Heimatstadt Münster zurückkehren.

Seit 13 Jahren ist Quante Pfarrer und Propst in der Propsteigemeinde St. Peter sowie Kreisdechant im Kreisdekanat Recklinghausen. Zwei Fusionen hat er in dieser Zeit begleitet. „Ich habe nach zehn bis elf Jahren regelmäßig meine Einsatzstellen gewechselt. Das war auch gut so“, nennt der Seelsorger einen Grund und fügt hinzu: „In Recklinghausen hat es mir große Freude gemacht, auch überpfarrlich in der Stadt zu arbeiten, zum Beispiel beim Stadtkonzil oder auch über unsere Kirchenzeitung ‚geistREich‘.“

Jedoch spüre er, dass mit zunehmendem Alter die Kräfte weniger würden. „Ich möchte der Gemeinde nicht nur noch mit halber Leistung zur Verfügung stehen“, erklärt er. Deshalb habe er sich dazu entschlossen, den Bischof zu bitten, ihn von der Pfarrstelle in Recklinghausen zu entpflichten und zu emeritieren.

Münster, Ahlen, Ahaus, Recklinghausen

Quante wurde 1948 in Münster geboren und empfing am 14. Mai 1978 die Priesterweihe. Es folgten Stationen als Kaplan in Ahlen und als Spiritual am Collegium Augustinianum Gaesdonck. Ab 1985 war er Diözesanpräses der Katholischen Frauengemeinschaften im Bistum Münster und leitete das Referat Frauenseelsorge in der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat in Münster. 1997 ging er als Pfarrer nach Ahaus und wechselte 2008 nach Recklinghausen. Nach zwei Zusammenlegungen leitet er eine Pfarrei mit gut 16.800 Katholiken an neun Kirchorten.

„Jeder Abschied, so schwer er fällt, ist auch ein Neuanfang. Ich freue mich auf die neue Lebensphase und meine neue Rolle“, sagt Quante, der in die Innenstadt von Münster ziehen und in der Pfarrei St. Lamberti „nach deren Wünschen und meinen Kräften“ mitarbeiten wird.

Dank von Weihbischof Lohmann

Weihbischof Rolf Lohmann, zuständig für die Regionen Recklinghausen und Niederrhein, hat vor der Entscheidung von Propst Quante großen Respekt. „Erst recht vor seiner bisher geleisteten pastoralen und seelsorglichen Arbeit in Recklinghausen und darüber hinaus“, würdigt Lohmann.

Gern hätte er auch in den kommenden Jahren mit ihm zusammengearbeitet und Kirche der Zukunft gestaltet. „Seine Gesundheit hat auf jeden Fall höchste Priorität. Deswegen ist seine Entscheidung allzu verständlich“, betont der Weihbischof. Die Pfarrstelle in Recklinghausen wird neu ausgeschrieben.

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