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Die britische Königin gilt im Vatikan als die letzte christliche Monarchin

Queen Elizabeth II. wird 95 – was ihr der Glaube bedeutet

  • Die britische Königin Elizabeth II. wird 95 Jahre alt.
  • Seit 2000 äußert sie sich regelmäßig über ihren Glauben.
  • Auch im Vatikan wird sie deswegen geschätzt.
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Queen Elizabeth II. fühle eine große Leere, seit Prinz Philip kürzlich gestorben ist, sagte ihr Sohn Prinz Andrew gegenüber Journalisten. Eine andere Stütze aber bleibt der britischen Monarchin, die heute 95 Jahre alt wird - ein tiefer Glaube, den sie etwa in der Weihnachtsansprache 2016 als Anker in ihrem Leben bezeichnet hat.

„Ich weiß, wie sehr ich mich auf meinen Glauben verlasse, damit er mich durch die guten und schlechten Zeiten trägt“, sagte sie schon 2002. „Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Ich weiß, dass die einzige Möglichkeit, mein Leben zu führen, darin besteht, dass zu tun, was richtig ist, eine langfristige Perspektive einzunehmen, mein Bestes in allem zu geben, was der Tag an Herausforderungen bringt und mein Vertrauen in Gott zu legen.“ Und: „Ich ziehe meine Kraft aus der Botschaft der Hoffnung im Evangelium.“

Glaube von Kindheit an selbstverständlich

Elizabeth II. ist eine fromme, bibelfeste, regelmäßige Kirchgängerin. In der Netflix-Serie „The Crown“ wurde ihr Glaube mehrfach thematisiert. Die Queen kniete darin abends mit gefalteten Händen vor ihrem Bett und betete - etwas, das ihr ihre Mutter beigebracht hat. Elizabeth II. „stammt aus einer Generation, für die es völlig normal ist, vor dem Bett knieend zu beten“, sagte George Carey, früher Erzbischof von Canterbury, gegenüber Sally Bedell Smith, einer Biografin der Queen.

Sie wuchs in einer Familie auf, in der der Glaube selbstverständlich gelebt wurde. Ihr Vater, George VI., versetzte seine öffentlichen Ansprachen mit Rückbezügen auf seinen Glauben, ihre Mutter las den Töchtern in ihrer Kindheit aus der Bibel vor. Selbst ihre Schwester Margaret, die seit „The Crown“ nur noch als trinkfeste Kettenraucherin bekannt ist, war bibelfest und gläubig.

Wie sie über ihren Glauben redet

Elizabeth II. ist seit 1952 Königin, doch offen über ihren Glauben spricht sie erst seit ihrer Weihnachtsansprache 2000. „Für viele von uns ist unser Glaube von größter Wichtigkeit. Die Lehre Christi und das Wissen um meine persönliche Rechenschaftspflicht vor Gott stellen für mich den Rahmen dar, in dem ich versuche, mein Leben zu führen. Wie so viele von Ihnen habe ich auch großen Trost in Jesus Christi Worten und Vorbild gefunden.“

Dafür, dass sie sich so offen über ihren Glauben äußerte, erhielt sie 25 Mal mehr Rückmeldungen als gewöhnlich - vor allem positive. Seitdem thematisiert sie Religion immer wieder, während gleichzeitig Großbritannien immer säkularer wird.

Oberhaupt der anglikanischen Kirche

Die Königin ist nicht nur fromm, sie ist auch weltliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England, einer Institution, die sie als „gelegentlich falsch verstanden“ und für „regelmäßig unterschätzt“ hält. „Ihre Aufgabe ist nicht den Anglikanismus zu verteidigen, um andere Religionen auszuschließen. Stattdessen hat die Kirche die Aufgabe, die freie Religionsausübung aller Glaubensgemeinschaften in diesem Land zu schützen.“

Diese Ansprache auf einem Empfang zu ihrem 60-jährigen Thronjubiläum, den der damalige Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, für acht Religionen im Königreich organisiert hatte, wurde als wegweisend für religiöse Toleranz und Vielfalt im Königreich wahrgenommen. Im Vatikan gilt Elizabeth II. als die letzte christliche Monarchin.

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