MISSBRAUCH

Woelki über Vorwürfe: Entsprach der damaligen kirchenrechtlichen Praxis

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Der Kölner Erzbischof steht wegen seines Umgangs mit einem Missbrauchsverdachtsfall in der Kritik. Wie er sich gegen die Anschuldigungen verteidigt. 

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ist überzeugt, dass sein Umgang mit einem Missbrauchsverdachtsfall von 2015 der „damaligen kirchenrechtlichen Praxis entsprochen“ habe. Die zugrunde liegende Meldung sei „anonym, abstrakt und bis heute unbelegt“ gewesen, zitiert der Newsletter des „Kölner Presseclubs“ den Erzbischof

Hinzugezogene Experten hätten damals kein weiteres Vorgehen empfohlen, „da bei einer anonymen und inhaltlich völlig abstrakten Meldung nach damaliger Einschätzung kein Ermittlungs- und Aufklärungserfolg erreicht werden konnte“. Zugleich verwies Woelki darauf, dass sich die Praxis inzwischen geändert habe. Jetzt gebe man auch „anonyme und abstrakte Meldungen“ an die Staatsanwaltschaft weiter: „Heute würde bei einer vergleichbaren Ausgangslage anders gehandelt.“ Deshalb liege auch der genannte Missbrauchsverdachtsfall seit Ende des vergangenen Jahres bei den Behörden.

Ungeachtet seines 70. Geburtstags im August denkt Woelki eigenen Angaben zufolge nicht an einen Rückzug: „Wenn ich ehrlich bin, dann hat mir mein Amt eigentlich nie mehr Freude bereitet als derzeit.“ Auf die Frage, ob er sein Amt nicht manchmal gerne an einen Jüngeren abgeben würde, antwortete er: „Nein, überhaupt nicht.“

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