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Noch keine gemischten Auftritte bei Gottesdiensten und Konzerten

Regensburger Domspatzen nehmen Mädchen auf – für eigenen Chor

  • Das Gymnasium der Regensburger Domspatzen wird 2022 für Mädchen geöffnet.
  • Außerdem erhält die Regensburger Dommusik dann einen Mädchenchor.
  • Bis auf weiteres werde in Gottesdiensten und bei Konzerten aber noch nicht gemischt gesungen, hieß es.
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Neuerung bei den Regensburger Domspatzen: Im September 2022 wird ihr Gymnasium für Mädchen geöffnet. Außerdem erhält die Regensburger Dommusik dann einen Mädchenchor. Der Status der Domspatzen als Domchor und reiner Knabenchor bleibt laut Mitteilung davon unberührt. Bis auf weiteres werde in Gottesdiensten und bei Konzerten nicht gemischt gesungen, erläuterte Domkapellmeister Christian Heiß, wobei er gemeinsame Projekte weiblicher und männlicher Stimmen nicht ausschloss.

Die Tradition der Domspatzen als Knabenchor reicht mehr als 1.000 Jahre zurück. Sie solle unvermindert weitergehen, betonte Heiß. Die Öffnung für Mädchen im genannten Umfang sei bei den zuständigen kirchlichen Gremien bis hinauf zum Bischof auf Wohlwollen gestoßen, der Beschluss des Stiftungsrats einstimmig erfolgt. Internatsdirektor Rainer Schinko sagte, bei entsprechender Nachfrage sei auch die Öffnung des Internats für Mädchen denkbar.

Name des Mädchenchors noch offen

Laut Schulleiterin Christine Lohse ist "das tägliche Bad in der Hochkultur ein ganz spezielles Merkmal" des Regensburger Domspatzengymnasiums. Seit ihrem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren sei sie immer wieder darauf angesprochen worden, warum dieses hohe schulische und musikalische Ausbildungsniveau nicht auch Mädchen zugänglich gemacht werde. Sie sei überzeugt, dass das neue Angebot stark wahrgenommen werde. Die Öffnung erfolge für alle Jahrgangsstufen zugleich. Zumindest in der Schule werde von Beginn an auch gemischt gesungen.

Noch offen ist der Name des Mädchenchors. Ein Bezug zur Marke Domspatzen werde aber hergestellt. "Es wäre ja Blödsinn, da auf einmal Domnachtigallen einzuführen", so Heiß. Auch würden die Mädchen für Auftritte ein eigenes liturgisches Gewand und eine möglichst elegante Konzertkleidung erhalten.

Tradition des Chores und des Namens

Die Domspatzen führen sich auf die Gründung der Regensburger Domschule durch den heiligen Bischof Wolfgang im Jahr 975 zurück. Der Name "Domspatzen" ist deutlich jünger. Er wurde erstmals in Presseberichten über eine Reise des Chors nach Prag im Jahr 1910 verwendet. Das Domspatzengymnasium gibt es seit 1948.

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