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Kritik an Erklärung des Vatikans zu homosexuellen Paaren

Religionslehrerinnen und -lehrer: Paaren den Segen nicht verweigern

  • Katholische Religionslehrerinnen und -lehrer an Gymnasien lehnen das Nein zur Segnung homosexueller Paare ab.
  • Eine „ausgrenzende und auch theologisch nicht vertretbare Sexualmoral“ untergrabe „die Glaubwürdigkeit unseres persönlichen Zeugnisses“ in den Schulen, so die Lehrkräfte.
  • Ein „Pochen auf Katechismusantworten“ werde auch „den im Glauben und der Selbstfindung begleiteten“ Schülern nicht gerecht.
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Katholische Religionslehrerinnen und -lehrer an Gymnasien lehnen das Nein zur Segnung homosexueller Paare ab. Der Bundesverband der katholischen Religionslehrer und -lehrerinnen an Gymnasien (BKRG) erklärt, eine „ausgrenzende und auch theologisch nicht vertretbare Sexualmoral“ untergrabe „die Glaubwürdigkeit unseres persönlichen Zeugnisses“ in den Schulen.

Der BKRG setze sich ein „für Respekt und Wertschätzung der Liebe und des Glaubens, die in der Vielfalt geschlechtlicher Orientierungen in jeder Partnerschaft gelebt werden können“. Die Kirche dürfe Paaren die „liebende Zuwendung“ durch „das aufrichtige und bejahende Zeichen der Segnung“ nicht verweigern. Die Lehrkräfte wünschen sich, die Botschaft verbreiten zu dürfen, dass „das Segensangebot Gottes allen Menschen gilt, die sich verbindlich und vertrauensvoll auf eine Partnerschaft einlassen und diese für Gott öffnen wollen“.

„Katechismusantworten“ genügen nicht

Die Lehrerinnen und Lehrer verweisen auch auf ihre Aufgaben im Religionsunterricht: „Dialog und Ringen im Glauben prägen unser Wirken als Religionslehrkräfte für und mit jungen Menschen.“ Ein „Pochen auf Katechismusantworten“ werde „weder den im Glauben und der Selbstfindung begleiteten Menschen“ gerecht noch der Weiterentwicklung kirchlicher Lehre und den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die Glaubenskongregation im Vatikan hatte vergangene Woche erklärt, die katholische Kirche habe keine Vollmacht, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu segnen. Diese Verbindungen entsprächen nicht dem göttlichen Willen. Die Erklärung hatte weit überwiegend Kritik ausgelöst.

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