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Serie „Das Schöne bleibt“ (5) – aus Duisburg

Rheinhausen hilft: Die gute Sache vor Ort wird zur internationalen Hilfe

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Das Leben ist durch die Corona-Pandemie kräftig durchgeschüttelt worden. Die Beschränkungen betrafen viele Lebensbereiche, so auch das Gemeindeleben. Viele Ideen und Innovationen sind in den Gemeinden des Bistums Münster entstanden, die nun dauerhaft fortgeführt werden. Mit diesen Neuheiten beschäftigt sich unsere Serie "Das Schöne bleibt". Im Duisburger Stadtteil Rheinhausen wird die Aktion „Rheinhausen hilft“ nicht nur weitergeführt, sondern auch ausgeweitet.

Die Aktion „Rheinhausen hilft“ der Kinder- und Jugendgruppen der Pfarrei St. Peter in Duisburg wird im gesamten Stadtbezirk gut angenommen. Durch die Etablierung zweier „Gabenläden“ für bedürftige Menschen und weiterer Aktionen wurde in den Monaten der Corona-Pandemie ein starkes Zeichen des solidarischen Miteinanders gesetzt.

„Jede und jeder hat die Möglichkeit, ein Teil von ‚Rheinhausen hilft‘ zu sein. Sei es als Spender von haltbaren Lebensmitteln für einen unserer Gabenläden oder aber auch als Hilfsbedürftiger, welcher die Spenden nutzen kann“, sagt Robin Wagner, einer der Organisatoren der Aktion.

 

Bedürftige Menschen im Blick

 

Das Jugendzentrum St. Peter, die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) Rheinhausen und die Pfadfinder von Christus König, die zur Pfarrei St. Peter gehören, haben viel für ein soziales Miteinander im Stadtteil getan, findet Wagner: „Da wir Wert darauf setzen, das bedürftige Menschen so direkt und diskret wie möglich Zugang zu den gespendeten Gaben bekommen, lassen sich schwer Besucherzahlen nennen. Wir wissen jedoch durch die hohe Nachfrage, dass der Bedarf nach wie vor groß ist.“
 
Aber „Rheinhausen hilft“ ist mehr als nur zwei Gabenläden. Im vergangenen Jahr haben sich viele ehrenamtlich Engagierte gefunden, die unter anderem Einkaufsdienste und alltägliche Erledigungen übernehmen. „Es kann telefonisch Kontakt zu uns über das Jugendzentrum aufgenommen werden. Von dort aus werden Einkaufsdienste koordiniert“, sagt Wagner.

 

250.000 Stoff-Masken gesammelt

 

Robin Wagner hat in kurzer Zeit mit dem Team „Rheinhausen hilft international“ 250.000 Stoff-Masken zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Ländern der Einen-Welt gesammelt. | Foto: privat
Robin Wagner hat in kurzer Zeit mit dem Team „Rheinhausen hilft international“ 250.000 Stoff-Masken zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Ländern der Einen Welt gesammelt. | Foto: privat

Im Frühjahr diesen Jahres ist dann ein weiteres Projekt entstanden, und der Slogan „Rheinhausen hilft“ wurde in „Rheinhausen hilft international“ erweitert. „Alles hat begonnen mit einem privaten Aufruf für eine Stoffmasken-Spende für meine Gastfamilie in Mexiko, die ich im Rahmen des Weltjugendtages 2019 in Panama kennen lernen durfte. In Gesprächen wurde deutlich, dass das Gesundheitssystem in Mexiko auf jede Unterstützung angewiesen ist“, erläutert Wagner den Beginn der „internationalen Hilfe“.

Nachdem es sich in Rheinhausen herumgesprochen hatte, dass Robin Wagner, der im Stadtteil die Kindertageseinrichtung St. Peter leitet, Stoff-Masken für Mexiko sammelt, haben ihn immer mehr Anrufe und Pakete erreicht. „Die Aktion wurde immer größer und größer. Nun, etwa drei Monate nach Beginn des Aufrufs, wurden rund 250.000 Masken gesammelt. Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt der Rheinhausener.

 

Viele Kartons für viele Dörfer

 

Mittlerweile wurden sogar weltweit Kontakte geknüpft, um möglichst vielen Menschen zu helfen, ohne Profit daraus zu schlagen. Viele Gemeinden, Organisationen und Firmen beteiligten sich an dieser Aktion und sammelten Spenden unter dem Slogan „Rheinhausen hilft international“.

Die Stoff-Masken werden unter anderem nach Mexiko, Malawi und Tansania verschickt. „Wir packen Kartons von maximal 20 Kilogramm. Durch die vielen kleineren Kartons erhoffen wir uns, möglichst viele Ortschaften und Dörfer direkt zu erreichen“, sagt Wagner.

 

Niedrigschwellige Corona-Soforthilfe

 

Für die Zukunft hoffen die Organisatoren von „Rheinhausen hilft“ auf viele kreative ehrenamtliche Köpfe, die die Aktion unterstützen. Nach über einem Jahr des Einsatzes könne Wagner sagen, „dass die vielen Jugendgruppen unserer Pfarrei und der Kindergarten St. Peter durch ihr großes Engagement aktive niedrigschwellige Corona-Soforthilfe betrieben haben und sicher auch weiter Soforthilfe betreiben möchten.“

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