Wechsel von Kevelaer nach Xanten

Rolf Lohmann wird neuer Weihbischof im Bistum Münster

Papst Franziskus hat Domkapitular Rolf Lohmann (54) zum Weihbischof im Bistum Münster ernannt. Das gaben der Vatikan und zeitgleich Bischof Felix Genn in Münster bekannt. Lohmann wird künftig für die Region Niederrhein zuständig sein. In dieser Aufgabe folgt er auf Weihbischof Wilfried Theising (54), der im Oktober 2016 Offizial für den Offizialatsbezirk Oldenburg wurde.

Rolf Lohmann wurde 1963 in Hamm geboren, studierte Theologie und Philosophie in München und Münster. 1989 weihte ihn Bischof Reinhard Lettmann zum Priester. Anschließend war er Kaplan in Coesfeld und Billerbeck.

Mit der Wallfahrt verbunden

Schon seine erste Pfarrstelle verband ihn mit der Wallfahrt: 1997 wurde er Pfarrer und Rektor der Wallfahrt in St. Ida, Lippetal-Herzfeld. Zehn Jahre später berief ihn Bischof Lettmann zum nicht-residierenden Domkapitular im Münsteraner Domkapitel.

2011 schließlich ernannte ihn Bischof Felix Genn zum Pfarrer und Leiter der Wallfahrt in Kevelaer am Niederrhein. In diesem Jahr wird dort das 375-jährige Bestehen der Wallfahrt gefeiert. Bereits Lohmanns Vorgänger in Kevelaer wurde Weihbischof: Stefan Zekorn war dort von 2006 bis Ende 2010 Pfarrer und Rektor der Wallfahrt.

Ein Termin für die Bischofsweihe von Rolf Lohmann steht bislang noch nicht fest. Mit seiner Ernennung hat das Bistum Münster wieder die üblichen fünf Weihbischöfe, die vor allem in den fünf Regionen der Diözese eingesetzt werden.

„Kirche-und-Leben.de“ berichtet weiter über die Ernennung des neuen Weihbischofs Rolf Lohmann.

Was ist ein Weihbischof?
Ein Weihbischof steht dem Diözesanbischof in der Leitung des Bistums zur Seite. Ihren Namen haben die Weihbischöfe in Deutschland wegen der Weihehandlungen (Weihe von Priestern, Kirchen, Altären, Firmungen), die sie im Auftrag des Diözesanbischofs ausüben.
Wie dieser tragen sie die bischöflichen Amtszeichen: Ring, Bischofsstab und Mitra (spitze Bischofsmütze). Allerdings haben sie nicht wie der Diözesanbischof eine Kathedra, den offiziellen Amtssitz des Bischofs in der Domkirche. Als Mitglieder des Bischofskollegiums haben die Weihbischöfe Teil an der Lehrvollmacht der Gesamtkirche.
Geschichtlich entwickelt hat sich die Rolle des Weihbischofs im Mittelalter, als viele Bischöfe aus dem Orient vertrieben wurden und im Abendland zur Aushilfe mit bischöflichen Weihehandlungen betraut wurden. Seither trägt jeder Weihbischof auch als Titel den Namen eines untergegangenen Bistums.