1.500 Menschen in Haltern erwartet

Schlesier pilgern zum 74. Mal zum Annaberg

Zum 74. Mai pilgern Schlesier aus Deutschland am Sonntag, 21. Juli, zum Annaberg in Haltern am See. Der Wallfahrtstag beginnt um 9.30 Uhr mit einer Pilgerprozession. Sie wird von Fahnen und Trachtenträgern und dem Oberschlesischen Blasorchester Ratingen unter der Leitung seines Chefdirigenten Andreas Bartylla begleitet. Das Leitwort in diesem Jahr lautet „Herr, wohin sollen wir gehen?“ (Joh 6,68).

Höhepunkt des Wallfahrtstages ist das feierliche Pontifikalamt um 11 Uhr mit Erzbischof Heiner Koch aus Berlin. Ihm dürfte Schlesien vertraut sein, denn seine Eltern wurden dort geboren. Gleichzeitig begehen die Pilger den Oberschlesischen Kulturtag: Dazu legen sie um 12.45 Uhr an der St.-Anna-Stele Kränze für die Verstorbenen nieder.

Musik und Leckereien aus Schlesien

Um 13.30 Uhr folgt ein Platzkonzert des Oberschlesischen Blasorchesters Ratingen. Auf dem Festplatz wird es darüber hinaus Bergmanns- und Trachtengruppen sowie schlesische Fleisch- und Backwaren geben. Eine Schlussandacht begehen die Pilger um 15 Uhr.

Erwartet werden mehr als 1.500 Pilger aus den Diözesen Aachen, Münster, Osnabrück, Essen, Hamburg, Paderborn und Köln. Eingeladen hat die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft der Oberschlesier und das Schlesische Priesterwerk. Aus dem früheren Oberschlesien erwarten die Veranstalter die Gesangsgruppe „Dreilinden“ und Bürgermeister Gregor Gryt aus dem polnischen Lyski (Lissek).

Lange Tradition

Begründet wurde die Wallfahrt der Oberschlesier anlässlich des Anna-Festes am 26. Juli 1946 vom Recklinghäuser Paulus Tillmann, der Diözesanpriester des Erzbistums Breslau war und vor seiner Vertreibung Pfarrer in Herrnstadt war.