BDHS: Kompromittierender Sachverhalt soll konstruiert werden

Schützenbund warnt Mitglieder vor AfD-Spenden

Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) warnt in einem internen Schreiben seine Mitglieder vor Geldspenden, die mutmaßlich von der AfD kommen. Der Verband glaubt, auch die Gründe dafür zu kennen.

Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) warnt in einem internen Schreiben seine Mitglieder vor Geldspenden, die mutmaßlich von der AfD kommen. In dem Papier der katholischen Dachorganisation, das der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstag) vorliegt, heißt es: „In den letzten Wochen boten uns unbekannte Personen aus Bundesländern, in denen es keine BHDS-Bruderschaften gibt, hohe Geldspenden an. Der BHDS hat die Annahme verweigert, weil nach unserer Recherche hier offensichtlich über AfD-Kanäle ein für den BHDS kompromittierender Sachverhalt konstruiert werden sollte“, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben.

BHDS: „Anbandelungen vonseiten der AfD“

Im konkreten Fall geht es demnach um das Spendenangebot eines früheren AfD-Wahlkampfmanagers aus Schleswig-Holstein. „Von unserer Basis haben wir zuletzt häufiger gespiegelt bekommen, dass es Anbandelungen vonseiten der AfD gab. Deswegen haben wir nun sehr frühzeitig unseren Warnhinweis verschickt“, sagte Bundesschützenmeister Emil Vogt laut „Rheinischer Post“.

Der BHDS mit Sitz in Köln vereint rund 400.000 Schützen in rund 1.400 Bruderschaften. Eine Sprecherin der AfD in NRW sagte der Zeitung: „Ich kann nicht ausschließen, dass Mitglieder der AfD an Schützenvereine spenden. Aber es gibt keine koordinierte Spendenkampagne der Partei.“

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