SERIE

Was mein Leben hell macht: Fühlt euch gedrückt

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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Ihnen widmen wir diese ganz persönliche Serie.

Vor ein paar Wochen machte unsere Familie eine schwere Zeit durch. Eine schwierige Situation führte dazu, dass mein Mann und ich ein paar noch schwierigere Entscheidungen treffen mussten. Wir standen ziemlich neben uns und zogen uns zurück.

Auch unsere Freunde merkten, dass etwas nicht stimmt. Die fünf Paare begleiten uns – mehr oder weniger – schon seit unserer Schulzeit. Nach ein paar Stationen hier und dort wohnen wir inzwischen alle wieder in derselben Stadt. Jobs und Kinder sind dazugekommen, trotzdem treffen wir uns regelmäßig mit viel Freude.

Wir schickten allen eine kurze Nachricht, erklärten die Situation und baten um Verständnis für den Abstand, den wir zu dieser Zeit brauchten. Am nächsten Tag hörte ich vor unserem Haus ein Auto halten, ein kurzes Rascheln, dann fuhr der Wagen weiter. Als ich die Haustür öffnete, fand ich einen bunten Blumenstrauß auf unseren Stufen. Daran eine selbst gebastelte Karte.

Sie seien, schrieben unsere Freunde auf die Rückseite, immer für uns da. Egal wie und wann wir sie bräuchten. Zwei Arme, ausgeschnitten aus braunem Papier, streckten sich dabei rechts und links aus der Karte heraus, als wollten sie uns umarmen. Auf der Vorderseite der Karte fanden wir alle Namen und ein dickes „Fühlt euch gedrückt“. An diesem Tag ging es uns gleich zehnmal besser.

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