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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Ihnen widmen wir diese ganz persönliche Serie.
Jedes Jahr findet sie statt: die Mundart- und Stadtsoldatenmesse meiner Heimatgemeinde in Bonn-Beuel. Nicht immer schaffe ich es, dabei zu sein, vor allem seit ich in Münster wohne. Doch in diesem Jahr hat es endlich wieder geklappt.
Bei dieser Messe sind Sitzplätze immer rar und auch ich musste wieder stehen. Aber dadurch hatte ich Gelegenheit, mich in Ruhe im bunten Kirchraum umzusehen. Dort sitzen die Stadtsoldaten in ihren rot-blauen Uniformen, da unsere Tollität, die Beueler Wäscherprinzessin, auch das katholische Damenkomitee hat seinen Platz und natürlich die vielen kostümierten Gemeindemitglieder – von den Pänz bis zu den alten Lück.
Doch mein absolutes Highlight sind die Lieder im Gottesdienst. Vor allem wenn Orgel, Schola und die Gemeinde zusammen „In unserem Veedel“ von den Bläck Fööss und „Halleluja“ von der Band Brings singen. Da bleiben nicht alle Augen trocken – meine nicht ausgenommen.
„Halleluja“ ist übrigens auch ein Lieblingslied des tiefgläubigen Kölner Grandseigneurs Ludwig Sebus. In einer WDR-Sendung erzählte er: „Als im Stadion 60, 70.000 Minsche das Halleluja sangen, da gingen dir die Schuhe fliegen.“