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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Ihnen widmen wir diese ganz persönliche Serie.
Zugegeben, ich war neugierig, als ich mich vor einigen Wochen überreden ließ, an einem großen Musik-Festival mit 70.000 Teilnehmenden teilzunehmen, vier Tage und Nächte Techno-Musik zu hören und die „Fusion“ live zu erleben. Dort half man sich gegenseitig, die Zelte aufzubauen, den Gaskocher miteinander zu teilen und sich auf dem großen Gelände zurechtzufinden.
Dass das alles für mich Neuland war, konnte man mir ansehen. Viele boten sich an, mir zu helfen, die Wege zu den Bühnen zu erklären, mir Tipps zu geben, wo und wann die angesagteste Musik zu hören ist.
Angekommen an einer Bühne, gab mir ein junger Mann gleich Ohrenstöpsel: „Die Lautsprecher haben es in sich. Mit dem Ohrenschutz kann man die Musik besser genießen.“ Nette Gespräche und Achtsamkeit überall.
Für mich als einer der älteren (oder ältesten) Konzertbesucher war das Festival eine schöne Erfahrung, wie Generationen miteinander ins Gespräch kommen. Aber eigentlich ging es gar nicht um Generationen. Alt und Jung oder älter und jünger – das spielte alles in diesen Tagen keine Rolle. Meine Erfahrung: Ein Boomer und die Gen Z – sie kommen gut miteinander aus.