SERIE

Was mein Leben hell macht: Seltener Fund unter einem Bücherstapel

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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Ihnen widmen wir diese ganz persönliche Serie.

„Wer sucht, der findet“ (Mt 7,7)?! Das stimmt nicht immer und nicht immer sofort. Zu den Missliebigkeiten eines Bibliothekars gehören verschollene, verdreckte oder beschädigte Bücher, fehlende Zeitschriftenhefte oder Jahresinhaltsverzeichnisse. Zu den Freuden des Bibliophilen gehören jedoch unerwartete Funde. Nach jahre- und manchmal jahrzehntelanger Suche taucht plötzlich und unerwartet ein begehrter Band auf.

Dieses erfreuliche Erlebnis wurde mir schon mehrmals geschenkt. Mit dem Fund des Buches „Les locomotives à vapeur de l’Etat Belge à la SNCB (1835 – 1966)“ hatte ich schon gar nicht mehr gerechnet. Unter einem Stapel nicht gerade einladender, unansehnlicher Hefte fand es sich bei einem belgischen Antiquar.

Die lateinische Variante des englischen „Book of Common Prayer“ war jahrelang nirgends zu bekommen. Zufällig bot es ein Antiquar im fernen Neuseeland an, ich fiel aus allen Wolken. Nachdem Porto und Preis zufriedenstellend verhandelt waren, lag das Buch nach einer Woche auf meinem Tisch. Welche Reisen es seit dem 18. Jahrhundert bereits hinter sich hatte, zeigten Notizen und Stempel in dem Werk. Wie schön, wenn das eintrifft: „Wer sucht, der findet“ – er braucht nur „etwas“ Geduld…

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