SERIE

Was mein Leben hell macht: Tauffreude

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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Ihnen widmen wir diese ganz persönliche Serie.

Es war kürzlich bei einer Taufe. Schön, dass heute noch Eltern ihr Kind in die weltweite Gemeinschaft der christlichen Kirche aufnehmen lassen. Die beiden waren überzeugt, dass es richtig wäre, ihrer Tochter von Anfang an etwas vom Glaubensleben mitzugeben. Das ist gar nicht mehr selbstverständlich und an sich schon erfreulich.

Texte und Lieder hatten sie passend ausgesucht. Die „Accessoires“ wie Taufkleid und Taufkerze waren alle bereit. Großeltern, Eltern, Paten und Patinnen, alle hatten sich fein gemacht für den großen Tag. Es herrschte eine gewisse trubelige, spannungsreiche und leicht nervöse Stimmung. Die übertrug sich natürlich auch auf den kleinen Täufling, der dementsprechend zu quengeln begann.

Als alle Beruhigungsversuche der Eltern und Paten keinen Erfolg zeigten und das kleine Mädchen immer mächtiger seine Stimme erhob, die durchaus die Kapelle schon füllen konnte, bat ich, die Tochter mal für einen Moment übernehmen zu dürfen. Als wäre ein Schalter umgelegt worden, plötzlich war Stille und ein strahlendes Mädchen ließ sich entzückt das Taufwasser dreimal über den Kopf gießen. Ich habe mich nachhaltig über diesen Moment sehr gefreut, eine solche beruhigende Ausstrahlung wirken lassen zu können.

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