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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Heute: An der Straßenkreuzung.
Radfahrer in Münster sind… eine schwierige Spezies. Fragen Sie mal Autofahrer oder Fußgänger. Ein radelnder Redakteur ist… oft nicht besser. Fragen Sie mal den Polizisten, der mich vor Jahren beim Überfahren einer roten Fußgängerampel erwischt und zum Bußgeld verdonnert hat.
Neulich aber bin ich unverdient gelobt worden. Die Lage: Kreuzung im Wohngebiet, keine Hauptverkehrsstraße, dennoch nähern sich von drei Seiten Fahrzeuge. Von rechts und gegenüber von mir ein Auto, ich selbst auf dem Rad, keine… wie hieß das noch in der Fahrschule? Keine „vorfahrtsregelnden Verkehrszeichen“.
Rechts vor links
Der rechts von mir hat Vorfahrt, soweit klar. Dann setzt sich der Bulli mir gegenüber in Bewegung. Der Fahrer hat sein Fenster heruntergelassen, hält die Hand heraus, Daumen hoch, ruft mir ein „Danke!“ zu.
Ich stutze. Womöglich hat er geglaubt, ich warte, bis er an mir vorbeigefahren ist, und fahre erst dann los. Oder er hat erwartet, ich würde ausnutzen, dass alle Schritttempo fahren, und deswegen rasch vor dem Auto rechts von mir „durchflutschen“.
Kleine Pause
Beides falsch. Ich weiß, was „rechts vor links“ bedeutet. (Diese Aussage für alle Fahrradfahrer in Münster traue ich mich nicht.) Ich musste aber schlicht durchpusten. Die Szene hatte nämlich eine Zuschauerin: die Sonne, bei wolkenlosem Himmel, Windstille und deutlich mehr als 30 Grad…
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