Ergebnis der Kirche+Leben-Umfrage einig mit Bambergs Erzbischof Schick

Silvester – Krach und Luftverschmutzung eher ohne Christen

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick fordert „Brot statt Böller“. An diesen Slogan solle man denken, bevor man Silvesterraketen und -böller kaufe, schrieb Schick in seinen Sozial-Media-Kanälen. Der Erzbischof ergänzte, mehr als 800 Millionen Menschen weltweit hungerten. „Mit dem Geld für unnötigen Krach und Luftverschmutzung könnt ihr Menschen vor dem Hungertod retten. Caritas und Diakonie leiten Eure Spende weiter“, fügte Schick hinzu.

Wie Leser von „Kirche-und-Leben.de“ entscheiden

Leser von „Kirche-und-Leben.de“ dürften dem zustimmen. In einer Umfrage sagten nur 13 Prozent: „Spaß muss sein, Böllern gehört zum Jahreswechsel.“ Fast die Hälfte der Teilnehmer wollen zwar auf jeden Fall ordentlich feiern, Feuerwerke aber bestenfalls passiv als Zuschauer mitmachen (46 Prozent). Nahezu ein Viertel kündigte an, Geld zu spenden statt es für Knallkörper auszugeben (23 Prozent). Rund 18 Prozent hingegen ist das alles völlig egal. Für sie ist die Silvesternacht eine Nacht wie jede andere: „Ich gehe zeitig schlafen.“

Auf der Facebook-Seite von „Kirche-und-Leben.de“ sprachen sich einige ebenfalls klipp und klar für „Brot statt Böller“ aus. Andere zeigten sich eher ausgewogen: „Ich bin für Brot und Böller (respektive leuchtendes Feuerwerk) in Maßen und in der ersten halben Stunde des Neuen Jahres“, schreibt etwa Angelika Winterhalter. Regina Tanger berichtete von Erfahrungen aus Chile: „Die haben ein zentrales Feuerwerk im Hafen von Valpariso und jeder kann zugucken.“

Andere wie etwa Daniel Brandt und Thomas Schmalbrock baten um Rücksicht auch auf die Tiere, die durch Böller häufig sehr verschreckt werden. Auf die humorige Art reagierte Franz Josef Nordhaus: „Ich brauche keine Knaller, ich bin das ganze Jahr der Knaller.“ Und auch Heidrun Lerch verriet freigiebig, was sie in der Silvesternacht macht: „Natürlich pennen!“