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Lebensdaten von 2.720 Geistlichen - darunter 35 aus dem Bistum Münster

Smartphone-App auf den Spuren von Geistlichen im KZ Dachau

  • Die Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau hat eine besondere Smartphone-App entwickelt.
  • Mit deren Hilfe lassen sich die Lebensdaten von 2.720 Geistlichen verschiedener Konfessionen und Religionen abrufen, die im Konzentrationslager Dachau von 1940 bis 1945 inhaftiert waren.
  • Unter ihnen auch 36 mit Geburts- oder Wohnort im Bistum Münster.

Die Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau hat eine besondere Smartphone-App entwickelt. Mit deren Hilfe lassen sich die Lebensdaten von 2.720 Geistlichen verschiedener Konfessionen und Religionen abrufen, die im Konzentrationslager Dachau von 1940 bis 1945 inhaftiert waren. Das teilte die Pressestelle des Erzbistums München und Freising am Freitag mit. Darunter sind auch 36 Menschen, die ihren Geburts- oder Wohnort im Bistum Münster hatten. In keinem anderen Lager seien Priester in so großer Zahl gefangen gehalten worden. Die Gedenk-App mit dem Titel „Geistliche im KZ Dachau“ ist kostenlos über den App Store oder den Google Play Store erhältlich.

Finanziert wurde sie von der Münchner Erzdiözese, wie es hieß. Ziel sei es, damit die Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Gewalt zu bewahren. Die App biete Einsicht in die Biografien der Geistlichen und führe Besucher vor Ort oder virtuell auf zwei Rundgängen über das Gelände der Gedenkstätte. In einem Kooperationsvertrag der Erzdiözese mit der KZ-Gedenkstätte Dachau/Stiftung Bayerische Gedenkstätten seien alle zur Verfügung stehenden Daten zusammengetragen worden. Der Mehrwert der App liege darin, dass diese Daten von Geistlichen zum ersten Mal gebündelt dargestellt und gezielt abgefragt werden könnten.

Viele Suchmöglichkeiten

In die Datenbank aufgenommen wurden unter anderem Pfarrer, Kapläne, Vikare und Ordensmänner, darunter zum Beispiel der selige Karl Leisner, der aus dem Bistum Münster stammte, und der im September 2019 selig gesprochene Pallottinerpater Richard Henkes. Per Suchfunktion können Namen, Geburts- und Sterbedaten, Geburts- und Sterbeorte, Wohnorte, Nationalitäten, Konfessionen sowie Diözesan- oder Ordenszugehörigkeiten recherchiert werden.

Geistliche im KZ Dachau die laut App Bezug zum Bistum Münster haben
Theodor Averberg
Werner Barkholt
August Benninghaus
Antonius Bornefeld
Franz Dabeck
Gottfried Engels
Heinrich Fresenborg
Reinhold Friedrichs
Hubert Gassmann
Johannes Goebels
Josef Helmus
Heinrich Hennen
Heinrich Hessing
Bernhard Hürfeld
Johannes Klumpe
Heinrich Kötter
Anton Krähenheide
Karl Leisner
Josef Lodde
Albert Maring
Joszef Markötter
Mathias Mertens
Josef Meyer
Wilhelm Meyer
Heinrich Oenning
Bernhard Poether
Josef Reukes
Hermann Scheipers
Laurenz Schmedding
Theodor Schwanke
Johannes Sonnenschein
Hermann Stammschröer
Bernhard Steinhoff
Gerhard Storm
Wilhelm Weber
August Wessing

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