Eine Kirche ist für viele Kinder in unserer Zeit ein fremder Raum“, sagt Marcus Bleimann, der beim Verein „Theomobil“ mitarbeitet. Im Franz-Hitze-Haus in Münster stellte er Möglichkeiten vor, wie man Kindern das Besondere eines Kirchenraums nahebringen kann. „Den Raum erlebbar machen“, so nennt der Theologe und Historiker das Vorgehen. Bei einem Workshop leitete er überwiegend Erzieherinnen an, die ihre Erfahrungen später mit Kindern umsetzen wollten.
Hier ertastet eine Erzieherin einen Tabernakel. | Foto: Annette Saal
Was bei Kindern gut ankommt: einen Gegenstand „zum Sprechen bringen“. Der oder die Erwachsene stellt sich beispielsweise neben die Osterkerze und erzählt in der Ich-Form. „Ich bin die Osterkerze. Ich lebe nur ein Jahr“, so könnte der Anfang lauten. „Ich trage besondere Zeichen ...“ Und schon ist man mittendrin in der Geschichte.
Gegenstände zum Sprechen bringen
„Das kann sich jeder getaufte Christ zutrauen“, meint Bleimann. Es erfordere nur ein wenig Mut und Phantasie. Kinder ließen sich von solchen kleinen Vorträgen gern ansprechen.
Auf Goldfolie lässt sich übertragen, was besonders anspricht.| Foto: Annette Saal
Weitere Beispiele für eine Kirchenraum-Erkundung sind auf den Bildern zu sehen. Marcus Bleimann weist darauf hin, dass man das Vorhaben rechtzeitig mit dem Seelsorge-Personal der Pfarrei absprechen sollte.